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Etrex Vista HCX



Das Etrex Vista HCX hat einen riesigen Nachteil gehabt. Es ist rundherum mit einem gummierten Rand versehen, der es griffiger machen soll. Das hat auch funktioniert, jedoch war der Gummistreifen mit einem wasserlöslichen Kleber angeklebt - und das bei einem wasserdichten Gerät?! Nach einigen Monaten Nutzung auch im Regen löst sich der Kleber auf und der Rand geht ab. Ich habe ihn dann ganz abgelöst und mit 100% Silikonkautschuk (Aquarienhandel) wieder angeklebt. Damit war das Problem behoben.

- Vorteile: kompakt, sehr helles Display, sehr gut auch ohne Hintergrundbeleuchtung lesbar, lange Standzeit, brilliante Hintergrundbeleuchtung, Empfang gut, Live-Anzeige der GPS-Genauigkeit auf dem Display (hierzu zeigt sich bei schlechterem Empfang ein mehr oder weniger großer Kreis um den Positionszeiger), griffige Gehäusebeschichtung rundum, tiefer Schwerpunkt, Micro-SD-Karte neben Batterien.

- Nachteile: kleiner Bildschirm, nur 20 Tracks speicherbar, nur 1000 Wegpunkte, Kartenübersichtlichkeit auf dem kleinen Display manchmal schwierig! Der Kompass ist nicht sehr gut, muss öfter kalibriert werden damit er in die richtige Richtung zeigt, was ja manchmal notwendig ist wenn man nicht genau weiß in welchen der 5 vor einem liegenden Wege man rein muss! Max. Kartengröße ist 4GB und es kann nur eine Kartendatei geladen werden die gmapsupp.img heißen muss. Der interne Speicher ist nicht für Kartendateien nutzbar und kann nicht vom Computer aus als Laufwerk geöffnet werden.

 

Das Garmin GPSMap62s im Vergleich mit dem Etrex Vista HCX

Erster Eindruck des GPS-Gerätes - sehr groß, sehr gute Lesbarkeit des Bildschirmes, wenig wertig verarbeitet. Wenn man das kleine handliche Etrex gewohnt ist, wirkt das neue 62s sehr klobig. Ich stelle einfach mal die beiden Geräte gegenüber:


GPSMap62s



- Vorteile: gute Lesbarkeit der Karte und von Text (Größe,Klarheit), 200 Tracks speicherbar, übersichtliche Bedienung, Empfang leicht besser als beim Etrex. Der interne Speicher kann als Laufwerk geöffnet werden und ist sowohl für zusätzliche Kartendateien als auch für Tracks nutzbar.

- Nachteile: durch abgerundetes Batteriefach liegt das Gerät nicht eben auf. Seitenteile griffig, Batterieabdeckung nicht, dadurch kann man es nicht sicher ablegen (z.B. im Auto). 25% kürzere Standzeit, Display ohne Beleuchtung schlecht lesbar, mit Beleuchtung nur wenig heller. Tracks werden bei Upload aufs Gerät nur im Modus "nicht anzeigen" gespeichert, um 200 Tracks anzeigen zu wollen hat man einiges zu tun, eine Funktion "alle sichtbar setzen" scheint zu fehlen. Micro-SD-Karte unter den Batterien, die extrem schwer zu wechseln sind (nur mit spitzem Gegenstand möglich). Durch den hohen Schwerpunkt und dem runden Rücken kann man es nicht gut am Arm befestigen (was sehr praktisch ist, wenn man beide Hände benötigt - z.B. beim Reiten), keine Anzeige der GPS-Genauigkeit auf der Navigationskarte. Hierzu muss man entweder ins Satellitenmenu wechseln, oder ein extra Textfeld installieren, was den Bildschirm jedoch stark verkleinern würde.

Ich hätte es dennoch behalten gäbe es nicht die rigide Lizenzpolitik von Garmin, die es nicht möglich macht, auf ein Gerät registrierte Karten auf ein anderes umzuschreiben. Man bot mir "kulanterweise" eine Verwahrung (sprich: Entsorgung) des voll funktionsfähigen, 2 Jahre alten Etrex gegen neue Freischaltcodes an - ein bisschen lächerlich so etwas als Kulanz zu bezeichnen!

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Etrex 30




Ich habe jetzt das Garmin etrex 30 gekauft, nachdem mir vom Garmin support die unverbindliche Zusage gemacht wurde, dass ich meine diversen Topo-Karten vom alten auf das neue Gerät umregistrieren kann. Und - sie haben ihr Wort gehalten (dazugelernt). Das Umschreiben war umständlich aber problemlos.

Vorteile: 200 speicherbare Tracks mit jeweils mehr als 1000 Trackpunkten, 2 Satellitensysteme (GPS und GLONASS) und Galileotauglichkeit für die Zukunft, Elektronischer 3-Achsen-Kompass mit besserer Richtungsanzeige, 1,8GB interner freier Speicher, der auch als Laufwerk vom Computer aus geöffnet werden kann plus Micro-SDkarte von 8 GB und mehr (32GB getestet mit neuester Firmware, allerdings darf diese nicht komplett mit Kartenmaterial gefüllt sein, das packt das Gerät nicht) zum Wechseln unter den Batterien. Gleiche Handlichkeit, sehr solide verbaut, Displayschutzfolien erhältlich, super ablesbares Display, lange Batteriestandzeit, mehrere parallele Karten in getrennten Dateien möglich, gegenüber dem Vista HCX schnellerer Kartenaufbau in kleinen Kartenbereichen (ab FW 2.80), bisher keine Fehlfunktionen (wie Speicher-voll-Meldung bei Benutzung von OSM-Karten oder korrupte archivierte Tracks - da hat es bei ersten FW-versionen offensichtlich erhebliche Probleme gegeben). Drahtloser Datenaustausch mit Fitnesssensoren (Herzfrequenz, Schrittzähler etc.) und Übertragung von Daten an andere Geräte mit der gleichen Funktion (ANT+) möglich. Der 3-Achsenkompass zeigt in Ruhe gerne in die falsche Richtung, erst bei langsamer Fortbewegung springt er richtig um.  Das ist jedoch Absicht: Der Pfeil zeigt immer in Bewegungsrichtung und das sehr zuverlässig!

Bin nach drei Wochen intensiver Nutzung (fast) voll zufrieden.

Nachteile: Bisher keine Möglichkeit gefunden Tracks als "auf der Karte sichtbar" hochzuladen. Alle hochgeladenen Tracks müssen bisher einzeln sichtbar gesetzt werden - bei theoretischen 200 Tracks eine müheselige Arbeit. Alle hochgeladenen Tracks sind nach Entfernung zum Startpunkt sortiert. Die Displayhelligkeit bei Hintergrundbeleuchtung ist etwas schlechter als beim alten Etrex, aber ausreichend.

 

Weiterer Nachteil: Das Gerät rechnet fast so langsam wie das alte Vista HCX! Der Bildschirmaufbau einer größeren Fläche dauert ewig. Das Anzeigen von 50km-Strecke ist ein Geduldsspiel und will man den Kartenausschnit dann verschieben dann wartet man ewig. Dieser Umstand ist der geringen Größe und der langen Standzeit geschuldet und ich kann damit leben!

Update nach etwa 2 1/2 Monaten intensiver Benutzung:

Ich habe weiterhin keinerlei Probleme irgendwelcher Art festgestellt. Das Sortieren der Tracks auf dem Gerät ist eigentlich gar nicht so schlecht. Es wird nämlich nach der Entfernung zum Startpunkt jeden Tracks sortiert. Nur bei sehr langen Tracks, denen man vielleicht von hinten nach vorne folgen möchte, funktioniert das nicht gut. Sonst befinden sich alle Tracks, die in der Nähe liegen, im oberen Teil der Liste und können auch schnell sichtbar gesetzt werden. Lediglich wenn man Hilfstracks wie zum Beispiel nachgezeichnete Wanderwege oder Ähnliches hochlädt die immer sichtbar sein sollten wird es mühselig. Also das sollte Garmin noch ändern.

Ansonsten bin ich immer noch voll zufrieden mit dem Teil - hervorragende Genauigkeit auch im Wald und in tiefen Schluchten bei sparsamem Akku/Batterieverbrauch.

März 2017
Scheinbar wird das Etrex 30 so nicht mehr verkauft. Man kann jetzt das Etrex30x kaufen für knapp 200 Euro incl. einer vorinstallierten Europa-Topo-Karte. Das ist eine OSM-basierte Karte, sie heißt "Garmin Topo-active" und hat einen Maßstab 1:100.000 hat - Topo Deutschland = 1: 25.000, Topo Schweiz = 1: 50.000). Die guten Eigenschaften des Vorgängers bleiben erhalten insbesondere die lange Standzeit. Natürlich auch die Nachteile.

Dann gibt es jetzt ein neues Etrex35 touch (UVP 300 Euro, Marktpreis 230 Euro). Erfahrungsberichte sagen der Touchscreen ist zu klein um sinnvolle Aktionen sicher auszuführen und das Gerät hat dadurch (Touchscreen) eine um 40% verringerte Laufzeit. Offizielle Angabe 16 Stunden (Etrex 30: 25 Stunden), da diese nicht realisierbar sind, ich erreiche beim Etrex 30 eine Laufzeit von etwa 16-20 Stunden also sicher etwa 2 Tage à 8 Stunden, somit wird das 35 Touch jeden Abend leer sein und neue Batterien brauchen.

 

Ausschnitt aus einer Rezension:

 

Zitat "... Ich empfinde die Bedienung im Outdooreinsatz als unpraktisch und das relativ "schlechte" Display waren die 2 ausschlaggebenden Gründe (es zurück zu schicken). Für eine saubere Bedienung ist das Display einfach zu klein. Das Vergrößern und Verkleinern der Kartenansicht macht keinen Spaß. Das ist beim 30x mit 2 Hardware Tasten doch wesentlich einfacher..." Zitat Ende

Dazu kommt dann noch, dass sich ein Touchscreen leicht einfach verstellt wenn man es im harten Outdooreinsatz benutzt, das habe ich schon gelegentlich von Nutzern gehört.

 

Dann doch lieber ein Oregon 600, wenn man denn unbedingt einen Touchscreen möchte, da arbeitet der Prozessor wesentlich schneller, der Bildschirm ist größer und es arbeitet auch nur einen Tag mit einem Satz Batterien.

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GPSMap64s

Habe mir jetzt das GPSMap 64S zugelegt. Bei diesem Gerät, dass im Großen und Ganzen technisch dem 62S entspricht, hat sich nur das Design der rückwärtigen Klappe geändert. Es ist dem anderer Garmingeräte angepasst und hat eine integrierte Schiene die man in diverse Halterungen stecken kann (Fahrradhalterung, Rucksackhalterung, Karabinerhaken. Das ist enorm praktisch, kann man doch seine Halterungen beim Umstieg weiternutzen.

 

linkes Bild: Das GPSMap lässt sich ausschließlich über diese leichtgängigen Tasten bedienen. Das hat den enormen Vorteil, dass eine Benutzung mit dicken Winterhandschuhen gar kein Problem mehr ist. rechtes Bild: unten die Verriegelung der Rückwand, oben die wasserdichte Gummiklappe unter der USB-Anschluss und ein Anschluss für eine externe Antenne liegen

 

Der Nachteil des Gerätes ist die, gegenüber dem Etrex30 reduzierte Standzeit von 16 statt 25 (realistisch 12 statt 18) Stunden, sein Vorteil ist für mich insbesondere der deutlich besser lesbare Bildschirm. Dieser ist klarer, hat eine geringere Auflösung als der des Etrex 30 und er ist 10 mm höher. Durch die geringere Auflösung werden Kartendetails wie Beschriftungen, Wegpunkte etc. deutlich größer dargestellt und sind einfach besser lesbar. Durch den höheren Bildschirm (2,7 Zoll) ist mehr Übersicht auf der Karte vorhanden. Das wiegt die geringere Akku/Batterielaufzeit dicke auf denn die Batterien/Akkus halten immer noch einen normalen Tag locker durch und sie sind schnell gewechselt wenn es am zweiten Tag eng wird.

Das Gerät rechnet auch schneller als das Etrex, daher muss man beim Vergrößern des Kartenausschnittes nicht ganz so lange warten. Als kleinen zu verschmerzenden Nachteil empfinde ich die Darstellung des Cursors auf der Karte. Beim Etrex30 wird der gegenwärtige Standpunkt bei Bildschirmlevels bis 80m an der Spitze des dreieckigen Cursors gezeigt, über 80 m ist der Cursor mittig positioniert. Beim 64S ist er immer mittig positioniert. Da er undurchsichtig und relativ groß ist, verdeckt er die Wegkreuzungen auf denen man sich aktuell befindet. Aber das ist zu verschmerzen.

 

Der Arbeitsspeicher wurde vergrößert und man hat jetzt 3,7GB freien internen Speicher zur Verfügung, daneben der Micro-SD-Steckplatz unter den Batterien, der aber in der Regel durch eine Original Karte von Garmin blockiert ist. Wie man den freien Speicherplatz der Original Garmin-Topokarte auch/besser nutzen kann beschreibe ich hier.

 

Erst dachte ich, das neue GPSMap64S sei zu schwer wenn es, am Arm befestigt, getragen wird da es ca. 70g schwerer ist als das Etrex 30, das merkt man jedoch in der Praxis nicht. Auch die Größe stört auf keine Weise.

 

Außerdem empfiehlt sich eine Displayschutzfolie die man für ein paar Euro kaufen kann. Dabei sollte man aber keinesfalls eine dieser "AntiReflex"-Folien kaufen. Diese sind nämlich mattiert und was bei Smartphones und anderen "normalen" Bildschirmen vielleicht funktioniert, geht hier nicht. Das transflexive Display befindet sich, da es seine Beleuchtung von oben erhält, ziemlich weit unterhalb der Bildschirmscheibe. Durch eine matte Displayschutzfolie werden Texte, Symbole, Details sehr unscharf wiedergegeben und das hat (zumindest mich) sehr gestört, worauf ich sie reklamiert habe und Ersatz bekam ;)!

Das GPSMap 64S kann einen Spezial Akku-Pack von GARMIN direkt im Gerät laden. Wie es möglich ist dieses auch mit normalen Ni/MH-Akkus zu machen und einen Vergleich der Laufzeiten mit verschiedenen Akku/Batteriearten an Hand des GPSMap 64S findest du hier!

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GPSMap 66S

Ich habe das Gerät nicht selbst getestet da es zu viele schlechte Rezensionen hat und mir zu teuer ist.Ich denke aber auf GRund meiner Erfahrungen mit den Vorgeräten kann ich beurteilen, was welche Funktionen/techn. Daten zur Folge haben.

Das GPSMap 66  ist das neueste Gerät der GPSMap-Reihe. Es scheint in Deutschland noch nicht offiziell verkauft zu werden denn es gibt nur wenige Verkäufer, die es anbieten. Das GPSMap  66 gibt es als 66S, als 66sT mit einer OSM-Karte "Garmin Topoactive Europa" und als 66i mit der inReach-Technologie.

Die Geräte kosten ca. 400,- für das einfache 66S, 460,-€ für das sT und ab 500,-€ für die in Reach-Version.

in Reach ist eine Technik Nachrichten über Satellitenkommunikation zu senden und zu empfangen -> Erreichbarkeit ohne Mobilfunknetz, allerdings kostet das iridium-Netz monatliche Gebühren.

Das Grundgerät hat die gleiche Technik aber sehr viel mehr features als z.B. das 64S, unter anderem ein kostenloses lebenslanges Abo der birdseye-Bilder zum Download direkt auf das Gerät, zusätzliche Unterstützung von Galileo, dem europäischen GPS-Satellitensystem, Wlan, Bluetooth und Ant+, umfangreiche Koppelung mit einem Smartphone via App. für Nachrichtenmeldungen, Wettervorhersagen, Übertragen von Tracks und vieles mehr, einen größeren 3"-Bildschirm (7,6cm 240x400px), der allerdings durch die bessere Auflösung als der des 64S, dann wieder die Textelemente der Karten zu klein sein werden (wie auf dem etrex 30). Es hat einen Bildbetrachter aber keine Kamera, eine LED-Taschenlampe, wiegt nur wenig mehr und ist nur minimal größer als das GPSMap 64S. Es hat einen internen Speicher von 16GB und liest Micro-SD-Karten bis 32GB.

 **Birdseye-Bilder sind Satellitenfotos der Erde, die opak sind und über die Karte gelegt werden können. So kann man besser Details erkennen und sieht dennoch die Geländestrukturen und Wege der Karte. Allerdings soll die Abdeckung in Deutschland unbefriedigend sein.

Herstellerinfos:

Das GPS-Gerät GPSMap 66s von Garmin ist mit unzähligen Funktionen wie gemacht für ambitionierte Mountainbiker, Bergsportler, Geocacher oder Expeditionisten!

- umfangreiche Navigationsfunktionen – wie ActiveRouting und RoundTrip-Routing auf optionalen TOPO-Karten
- präzise und schnelle Positionsbestimmung dank GPS, GLONASS und GALILEO
- Connected Features – Smart Notifications, Active Weather, Live&GroupTrack, Geocaching Live, Konnektivität zu Garmin Connect, Connect IQ und Explore App
- Sensoren Ausstattung: 3-Achsen-Kompass, barometrischer Höhenmesser mit Auto-Kalibrierung, Bluetooth und WLAN
- längere Batterielaufzeit: bis zu 16 Stunden im GPS-Modus und eine Woche im Expeditions-Modus
- integrierte LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion; gebaut und geprüft nach Militär-Standards (MIL-STD-810G), wasserdicht nach IPX7 und kompatibel mit Nachtsichtgerät
- Unterstützung von Multi-Satelliten-Netzwerken (jetzt mit GALILEO), um Touren in anspruchsvolleren Umgebungen mit mehr als nur GPS zu verfolgen und aufzuzeichnen
- Batterielaufzeit: bis zu 16 Stunden Batterielaufzeit im GPS-Modus; 1 Woche im neuen Expeditions-Modus bedeutet weniger Ladevorgänge
- Garmin Explore: kompatibel mit der Garmin Explore™ Website und App, um Tracks, Routen und Wegpunkte zu verwalten und Statistiken auch offline während der Tour zu überprüfen
- BirdsEye: Zugang zu BirdsEye** Satellitenbildern mit direkten Downloads und ohne Jahresabonnement
- Auto Kalibrierung der ABC Sensoren: kalibriert den barometrischen Höhenmesser und den elektronischen 3-Achsen-Kompass automatisch, um

 

Garmin gibt die Batteriereichweite mit 16 Stunden an (was in Tests nicht bestätigt werden konnte) und es hat einen Expeditionsmodus der eine Batteriereichweite von 170 Stunden zulässt aber: dabei zeichnet das Gerät nur alle 10 Minuten einen Punkt und das Display ist komplett aus. Das bringt für meine Bedürfnisse nichts.

Hier einen Ausschnitt aus dem Laufzeittest von navigation-professionell.de:

Zitat:

"Die Energieversorgung erfolgt über zwei im Gerät ladbare AA Akkus bzw. Batterien. Garmin gibt als Laufzeit bis zu 16 Stunden an, im Expeditionsmodus sollen es bis zu 170 Stunden sein. Nach unseren Tests fordert der 66s die Akkus im Power-Modus noch etwas mehr als der Oregon 700 (Update 04/2019: Werte vom Garmin GPSMAP 64s ergänzt).

Im Power-Modus* kommen wir auf folgende Werte (in hh:mm):

GPSMAP 66s: 05:15, 05:00, 05:25, 05:40
Oregon 700: 05:35, 05:30, 06:03, 06:45
GPSMAP 64s: 11:45, 12:30

Spar-Modus**, hier zeigen sich folgende Laufzeiten (in hh:mm):

GPSMAP 66s: 18:15, 18:15, 18:45
Oregon 700: 20:35, 17:50, 17:45
GPSMAP 64s: 25:15

*Power-Modus: Display permanent 100%, GPS+GLONASS, Navigation, Trackaufzeichnung, Karte in Fahrtrichtung, ANT+ / Bluetooth / Wi-Fi aus, schwarze 2.550 mAh eneloops

**Spar-Modus: Display im Energiesparmodus, GPS, keine Navigation, Trackaufzeichnung, Karte nach Norden, ANT+ / Bluetooth / Wi-Fi aus, schwarze 2.550 mAh eneloops

Die gemessenen Minimum/Maximum-Werte sind eher theoretischer Natur – in der Praxis liegen die zu erreichenden Laufzeiten dazwischen, je nachdem wie das Gerät eingesetzt wird.

Der neu hinzugekommene Expeditionsmodus bedeutet: Display aus, nur GPS, Bluetooth & Wi-Fi aus, seltenere Positionsaktualisierung. Trackaufzeichnungen fallen entsprechend ungenauer aus."

Zitat Ende

Die Tester kommen zwar zu dem Schluss, dass das GPSMap 66S das beste bis dato erschienene Outdoor-GPS von Garmin ist, allerdings bin ich nicht der Meinung, dass ich es unbedingt haben müsste.

Die ganzen features wie Handy-Konnektivität und massenhaft Sensoren brauche und nutze ich nicht - sie kosten aber Geld und verbrauchen Akku! Was habe ich davon Textnachrichten auf dem GPS-Gerät zu sehen wenn dazu das Handy eingeschaltet sein und Empfang haben muss?? Das Gleiche mit Wettermeldungen - so verbrauchen beide Geräte sinnlos Akku! Außerdem gibt es zu viele Dinge die mir überhaupt nicht gefallen:

Neben der Displayauflösung, dem viel zu hohen Stromverbrauch, ist es nach Aussagen eines Testers nicht möglich, auf der Kartenseite 2 kleine Datenfelder zu positionieren (Angabe ohne Gewähr). Diese Funktion des GPSMap 64S ist mir sehr lieb, kann ich damit doch die gerittenen und die noch zu reitenden Kilometer (und vieles andere) anzeigen lassen ohne zu viel an Displayfläche zu verlieren. Kann ich nur noch breite Felder anzeigen lassen, verschenke ich bei Anzeige beider Datenfelder den teuer zugekauften größeren Bildschirm! Man kann diese Werte auch über den Tripcomputer abrufen, muss dazu aber eine Taste drücken, Hat man die Felder auf der Kartenseite reicht ein kurzer Blick. Ich kann diese Aussage zwar nicht bestätigen, habe aber von den vielen Fotos in Online-Shops nicht ein einziges gefunden auf dem 2 kleine Datenfelder auf der Kartenseite zu sehen wären! Ich habe außer einem Feld mit Abbiegehinweisen (s.o.) kein anderes gesehen - allerdings werden meistens Produktfotos vom Hersteller verwendet, so dass sich die Fotos wiederholen.

Ein zweites unschönes Problem: der Ein/Ausschalter ist jetzt nicht mehr an der rechten Seite sondern oben neben der Antenne, so dass er sich nicht mehr mit einer Hand drücken lässt. Man benötigt jetzt immer 2 Hände um ihn zu drücken. Das Drücken ist nötig um schnell die Beleuchtung zu regeln und auch um das Gerät aus dem Stromsparmodus, der das Display ganz ausschaltet, zu reaktivieren. Dieses muss seit dem GPSMap 64 mit dem AN/Ausschalter gemacht werden. Beim Etrex reichte noch irgend eine Taste/Joystick. Allerdings nutze ich den Stromsparmodus nicht da ich beim Reiten alle paar Minuten auf's Display schauen möchte und es mich nervt, jedes Mal vorher erst eine Taste zu drücken.

Der dritte unschöne Punkt sind die unzähligen Meldungen über Softwareabstürze und Softwarefehler bei Geräten bis Ende 2019. Das kann sich zwar mit neueren Softwareupdates ändern aber erfahrungsgemäss ist Garmin nicht gerade für guten Support bekannt und auch das 64S hat heute (nach über 5 Jahren auf dem Markt) noch kleinere Softwarefehler - dazu ist das Gerät einfach zu teuer.

Hier ein Beispielpost aus dem Garmin-Forum von Ende Februar 2020 Software-Version ist mittlerweile 4.0:

"A: Ich habe mittlerweile das 2. Gerät auf Garantiefall, jedoch mit dem gleichen Problem: Nachdem ich die Akkubatterien entfernt habe und ich die Batterien erst nach ein paar Stunden wieder einsetze (z.B. Über Nacht), ist ein einschalten des Gerätes nicht mehr möglich. Ich habe dies mit verschiedenen Akkubatterien sowie herkömmlichen Batterien getestet. Ein Einschalten ist nur noch über das USB Ladekabel möglich. Wenn ich einen sofortigen Akkuwechsel vornehme, ist das Problem bisher nicht aufgetaucht.

Auf dem internen Speicher sind Birdseye- und GPX Dateien sowie zwei Freizeitkarten installiert. Zusätzlich liegt eine Garmin Speicherkarte mit Karte im Gerät. Alle anderen Funktionen sind einwandfrei.

Der telefonische Support bei Garmin konnte nicht weiterhelfen.


B: Hallo, ich hatte Heute das gleiche Problem, wie sah Deine Lösung aus ?

A: Bekomme das 3. Gerät. Unbedingt bei Garmin anrufen, damit die den Fehler aufnehmen können. Man hat mir geraten, erstmal das Gerät zu benutzen. Vielleicht bringen die Entwickler in USA ein Update.

B: So, Garmin ist informiert, der Fehler war dem Mitarbeiter sofort bekannt. Betrifft nun wohl schon einige Geräte, wenn auch nicht jedes.
Ist an die Kollegen in den USA weitergegeben, warten wir mal ab, ob und wenn ja, wann es behoben wird.

Tritt der Fehler bei Deinem dritten Gerät noch immer auf ?

A: Heute kommt mein Austauschgerät und soeben ist eine neue Firmware (4.10) herausgekommen. Mit dieser Firmware tritt der Fehler bei mir nicht mehr auf, nur zur Info."

Das ist nur einer von vielen Fehlerberichten - man beachte: das GPSMap 66 gibt es seit 2018 ! Braucht man so etwas?

 

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Praktische Handhabung

 

Ich habe mir eine Halterung gebaut mit der ich das GPS-Gerät am Arm, wie eine Armbanduhr tragen kann. Dazu habe ich ein  breites Klettband (Baumarkt) kürzer genäht damit es um den Arm passt und eine Garmin Rucksackhalterung (gibt es als Zubehör) verwendet.

 

Bild links: li/oben: Das Oberteil der alten Rucksackhalterung von Garmin im Original mit Klettunterseite - re/unten: Unterteil der Rucksackhalterung mit Klett auf ein Leder genietet, dazwischen ein Klettband aus dem Baumarkt

 

 

Das Ganze am Arm. Der Klett hat den Vorteil, dass man das Gerät gedreht befestigen kann und sich nicht so den Hals verrenken muss. Es hält recht gut, zur Sicherung benutze ich jedoch noch ein Band, das am GPS-Gerät befestigt ist und 2-3 mal um mein Handgelenk gewickelt wird. 

 

Für die neueren Geräte ab der Baureihe etrex30 (2013?) gibt es eine Plastikschiene mit Kletthaken auf der Rückseite, in die das Gerät einrastet,
das ist besser als diese Verschnürung der früheren Rucksackhalterung. Leider haben sich Haken/Schlaufen von der alten zur neuen Rucksackhalterung vertauscht, so dass ich auch das Lederunterteil erneuern musste.

 

linkes/oberes Bild: großer Vorteil ist auch - ich komme jetzt ohne Demontage des Gerätes sowohl an den USB-Stecker (Gummiklappe rechts oben unter der Antenne) als auch an die Verriegelung der Rückwand (der Ring unten am Gerät, direkt oberhalb des befestigten Haltebändels). So kann ich Batterien wechseln ohne alles abmontieren zu müssen. Die Rückwand bleibt am Arm, das Gerät wird zusätzlich durch das Haltebändel am Arm gehalten und kann nicht runterfallen! Das funktioniert sogar im Galopp ;) - rechtes/unteres Bild: die selbstgebaute Armhalterung auseinander genommen

 

Mit dieser Art der Befestigung ist das Gerät immer im Blick, auch im Galopp. Es kann nicht so schnell verkratzen, denn sonst würde man es in eine Tasche stecken müssen in der es evtl. scheuert. Ganz übel ist die Anbringung am Sattel mit dem optionalen Karabinerhaken - dabei schlägt das Gerät heftigst um sich und muss unwillkürlich verkratzen! Ich hatte ganz zu Beginn versucht eine Halterung am Sattel zu befestigen, das hat sich jedoch als unmöglich herausgestellt da es durch die permanenten Auf-/Ab-Bewegungen des Sattels nur im Stand ablesbar und auch zu weit vom Auge entfernt war - dafür ist das Display zu klein. Was beim Fahrrad funktioniert ist beim Pferd leider nicht möglich. Dafür wiehert das Fahrrad nicht wenn man nach der Pause zu ihm zurückkommt!

update:

Leider ist der Kleber mit dem der Klett auf  dem Garmin Rucksackhalter geklebt ist der Belastung nicht gewachsen. Der Klett löst sich von einer Ecke her. Neukleben hat nichts geholfen. Deshalb habe ich jetzt Löcher in die Grundplatte gebohrt und diese per Kabelbinder auf dem, jetzt doppelten, Lederstreifen befestigt.

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