Toskana/It   

 



viele verlassene Häuser stehen in den Hügeln






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Tja - jetzt sollte ich hier meinen Reisebericht schreiben aber einer der Gründe warum ich diesen Reiturlaub nicht früher eingestellt habe ist: Ich sage nicht gerne etwas Schlechtes über meine Gastgeber! Allerdings in diesem Fall fällt es mir sehr schwer jegliche Kritik zu beschönigen oder gar zu vermeiden. Deshalb werde ich keine Kontaktadressen und keinen Veranstalter (ich nenne sie mal M. und V.) angeben.

Kurz gesagt: Ich habe mich nicht wirklich wohl gefühlt und da gehört schon einiges dazu. Warum das so war:

Die Ritte wurden in der Region um Cortona und den Lago Trasimeno geritten. Ich schlafe in einem Appartement für 2-4 Personen auf einem Weingut, wobei 4 Personen in dem kleinen Appartement unterzubringen schon mutig ist. Die Pferde stehen abseits vom Appartement, auf einem Grundstück zwischen Straße und Eisenbahn, ca. 10-15 Minuten zu Fuß. Schöne E-Zaun-Paddocks und Wiesenflächen unter schattigen Bäumen waren eingerichtet, wobei natürlich dort kein Gras mehr wächst, Wiesen zum Grasen gab es weiter weg auch noch. Ausreichend leckeres Heu war vorhanden, Kraftfutter hatte ich selbst mit, ich denke es gab auch Kraftfutter vom Stall. Das Ganze sieht liebevoll hergerichtet aus und ist top in Ordnung. Die eigenen Pferde verbringen den Winter auf einem anderen Grundstück mit Wiesen, Wald, einem Unterstand den kaum einer nutzt und in bergigem Gelände. Sie sind dort, mehr oder weniger, sich selbst überlassen und genießen die Ruhe im Winter.

Ich hatte mir ein paar Touren vorab nach Karte vorbereitet deshalb war es mir möglich, anfangs auch alleine zu reiten. Allerdings ist das Planen in Italien sehr schwierig und unzuverlässig, da viele Wege nicht in Karten zu finden sind und eingezeichnete Wege auch mal privat, verrammelt oder anders unpassierbar sind - und auch gibt es nicht so viele Alternativen, wenn einmal etwas nicht geht. Deshalb wollte ich ja auch mit "Führer" reiten.

Es war Oktober und heiß und trocken. Da die Ritte ein wenig chaotisch und zusammengewürfelt sind, mal ein Rundritt, dann wieder eine Strecke mit Übernachtung im Appartement und Pferde am Zwischenziel, nachfolgend eine Übersicht.

alle Ritte in der Region Cortona
1: Tour 90 - Rundritt von San Pietro Cegliolo zum Alta Sant'Egidio, 20,6km - k.A. - 1824HM
2: Tour 91 - Rundritt von San Pietro Cegliolo zur Burg bei Montecchio - 21,3km - 5h 42' - 975HM
4: Tour 94 - Rundritt von Borghetto nach Vernazzano - 22,4km - 8h 15' - 582HM

3: Tour 92 - Tag 1/3 - von San Pietro Cegliolo zum Passo della Cerventosa - 24,4km - 7h 36' - 1437HM
3: Tour 93 - Tag 2/3 - vom Passo della Cerventosa nach Borghetto am Lago Trasimeno -  25,9km - 7h 45' - 1568HM
3: Tour 97 - Tag 3/3 - von Borghetto zurück nach San Pietro Cegliolo - 29,7km - 7h 23' - 1181HM

5: Tour 95 - Tag 1/2 - Distanzritt von Borghetto nach Magione - 36,1km - 9h 34' - 2142HM
5: Tour 96 - Tag 2/2 - Distanzritt von Magione nach Panicale - 27,6km - 7h 52' - 1842HM

gesamt 8 Tage - 208km - 35h 10'

Erster Tag: Ich sattele mein Pony und reite in die Berge. Es ist furchtbar trocken und mein Pony hat Durst, aber es gibt wenig Wasser. Auf die erste Pfütze an dem Tag stürzt er sich und trinkt sie fast leer. Später finden wir dann noch einen leckeren frischen Bach - allerdings wundere ich mich doch, dass er so einen Durst hat. Ich schiebe es auf das Winterfell, was er schon hat, und den Klimawechsel hier nach Süden. Dummerweise habe ich keine GPS-Aufzeichnung von der Tour da mein Gerät sie nicht richtig abgespeichert hat. Ich weiß aber, dass ich wie geplant geritten bin und es hat alles funktioniert, nur Zeiten gibt es keine und ich kann auch die Bilder nicht zuordnen.

Wir reiten hoch in die Berge und haben eine wunderschöne Sicht über die Ebene und den Lago Trasimeno. Wir kommen an Olivenhainen, vielen Feriengrundstücken die teilweise aufwändig  "gestylt" sind, vorbei und erreichen den höchsten Punkt mit 1000m am Alta Sant' Egidio (1057m) auf den ich allerdings nicht hoch bin da ich vorher nochmal hätte runter müssen - und mein Pony hatte wirklich Durst, so wollte ich ihm die Kletterei ersparen.

Auf dem Rückweg nehmen wir dann ein kleines Tal, durch das der Weg führt, es gibt ein Bächlein und viele Furten. Obwohl es nicht so aus sah, war der Weg, bis auf einen kleinen Baum den ich absägen musste, passierbar.

Am Abend stellt sich dann heraus, dass mein Pony wohl die Selbsttränke im Paddock nicht benutzt hat da der E-Draht um sie herum führt und er Angst hatte eine gewischt zu bekommen, mit seinen langen Ohren. M. hat bemerkt, dass er nicht trinkt und wir haben dann die E-Litze versetzt. Dann war alles gut, bloss die Hühner hatten auch Durst, und auch Hunger - beim Füttern mit Kraftfutter musste ich dieses immer verteidigen denn mein Pony ist da sehr sozial eingestellt und lässt (fast) jeden mitfressen...

20,6km - 1824m


überall gibt es diese Gedenksteine


die Italiener sind wohl sehr religiös


typische Toskana-Landschaft





schöner Blick weit ...


... über die Ebene des Lago Trasimeno


endlich Wasser


Feuertelefon

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Lago Trasimeno - es ist heute etwas diesig


so eine schöne Landschaft


nettes Toskana - Dörfchen


eines der super gestylten Grundstücke


es gibt viele Kastanienbäume mit reifen Maronen


endlich ausreichend Wasser


ob der Weg wohl gut geht?


bisher klappt es ganz gut

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immer wieder queren wir den Bach


und stillen den Durst





dann muss ich doch noch sägen


villa Baldelli-Boni - Dieses exklusive Hotel befindet
sich in einer eleganten Villa aus dem 18. Jahrhundert
auf einem üppigen ländlichen Anwesen


ob das dazu gehört weiß ich nicht



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