Karte des kompletten Wegenetzes im
Mühlviertel
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(alle gerittenen Tracks und das komplette Wegenetz)
Da ich allein geritten bin, war ich nicht in der Lage exakte
Wegbeschreibungen
aufzuzeichnen.
Besonderheiten, soweit ich mich später noch daran erinnern
konnte,
sind bei den einzelnen Reittouren notiert.
Diese Reittouren wurden im ca. 560km großen Reitwegenetz
der Mühlviertler Alm geritten. Vom 1.05. bis zum 17.05.2009
habe ich insgesamt ca. 380km, hauptsächlich im Reitgebiet der
Mühlviertler Alm, aber auch bis ins angrenzende Waldviertel
und dem Mühlviertler Kernland geritten. Die Reittouren sind um Irrwege
und Rastplätze bereinigte Originalaufzeichnungen. Eine große
Anzahl von Gasthäusern, Restaurants und landwirtschaftlichen
Betrieben haben sich speziell auf Reiter eingestellt und es
existieren viele Reiterherbergen mit Pferdeunterbringung.
Die
Zeitangaben bei den einzelnen Reittouren sind relativ, da ich mir
für die Reittouren jeweils viel Zeit gelassen und dementsprechend
die Pausen eingeteilt hatte. Normale Durchschnittsgeschwindigkeit
waren 6-7km/Stunde in Bewegung und 4-5 km/Stunde gesamt (mit
Pausen). Das Gebiet ist im Süden relativ bergig, sehr viele
Höhenmeter sind zu überwinden (max. Höhenunterschied ca. 350m
pro Auf-/Abstieg, das jedoch einige Male), im Norden etwas flacher.
Geritten wird auf Fußpfaden, Wiesenwegen, Waldwegen aber auch
viel auf befestigten (geteerten) Güterwegen. Diese haben meist
ein breites unbefestigtes Bankett am Rande. Empfehlenswert sind
gute Eisen mit Widiastiften, die die Griffigkeit auf Asphalt
sehr verbessern. So kann man die Teerwege nutzen um im Trab
etwas Zeit aufzuholen, die im bergigen Gelände benötigt wird.
Meine längste Tagestour war 46km lang, ein 4-Tagesritt mit Gepäck
(Tour 08) mit 3 Übernachtungen ging insgesamt über 105km. Die
Leute sind extrem freundlich und immer zu einem Schwätzchen
bereit. Die Reitwegemarkierungen sind überwiegend gut, die Papierkartenmarkierungen
stimmen aber zum Teil nicht mit den Geländemarkierungen überein
- insbesondere in den angrenzenden Gebieten Waldviertel und
Kernland gab es, trotz geringer Wegstrecke, größere Differenzen.
Man kommt jedoch immer klar. Charakteristik des Gebietes ist
die bergige Landschaft, die durchzogen von vielen Bergbächen
und Seen, durch ihren Wasserreichtum besticht. Mehrfach gibt
es "Pferdeschwemmen" (Flussteile mit festem Sand oder feinem
Kies, wo man mit dem Pferd in die Flüsse gehen kann) und Furten.
Zumindest im Mai gab es auch immer ausreichend Wasserstellen
für die Pferde. Ansonsten hätte man alle 2-3 Stunden bei einem
"Pferderast"-Betrieb Pause machen können.
ZU
BEACHTEN ist, dass es in Österreich ein generelles Reitverbot
auf unbefestigten Wegen gibt - daher unbedingt
an die Reitwege halten. Die Reitverbände bekommen sonst Probleme
beim Aushandeln der Wegerechte.