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Das Garmin-Kartenformat

Das Garmineigene Kartenformat *.IMG - dies ist eigentlich ein Container, ähnlich wie eine zip-Datei, in dem alle für einen Kartensatz benötigten Dateien (Kartenkacheln und Hilfsdateien) enthalten sind. Kauft man eine der neueren Kartenprodukte von Garmin, erhält man nur noch eine Micro-SD-Karte in einem SD-Kartenadapter. Darauf die Karte als gmapsupp.img. Daneben Unlockdateien (*.gma) und andere Hilfsdateien. Eine Kartendatei darf maximal 4 GB groß sein. Das hängt zusammen mit dem FAT32-Dateiformat der SD-Kartentechnik. Auf älteren Geräten (z.B. das Etrex Vista HCX) kann nur eine *.img-Datei gespeichert werden. Das hat zur Folge, dass bei 4GB-Kartenmaterial Schluss ist. Bei neueren Garmingeräten können mehrere IMG-Dateien enthalten sein, so kann man den gesamten Platz der SD-Karte für Topokartenmaterial ausnutzen, natürlich in Abhängigkeit vom Gerät (8GB oder mehr).

Es ist übrigens völlig egal wie die Karten-img-Datei tasächlich heißt. Die Geräte laden jede *.img-Datei aus den Ordnern \GARMIN des internen Speichers und der Micro-SD-Karte. Man kann also die Dateien so umbenennen, dass sie leichter identifizierbar sind. Wenn man das auf einer Original Micro-SD-Karte macht, dann sollten sinnvollerweise auch die zugehörigen *.gma und *.unl-Dateien (Entsperrcodes) umbenannt werden. Nicht weil sie sonst nicht funktionieren (das Garmingerät läd jede *.gma Datei und erkennt am Inhalt zu welcher Karte sie gehört), sondern um sie den img-Dateien zuordnen zu können. Ein vorheriges Backup des Karteninhaltes auf den Computer ist sinnvoll!

 

Grundsätzliche Unterschiede zwischen Karten/Geräten vor und nach Markteinführung 2015

Garmin liefert seit 2015 nur noch SD-Karten die in jedem Gerät laufen aber nicht auf dem PC installiert werden können. Bei Geräten ab Markteinführung 2015 hat Garmin die neue Schutzfunktion, genannt MSV (Map Signatur Verification) eingeführt. Dabei wurde die Firmware der Geräte so verändert, dass sie die Hardware-ID, eine vom Hersteller der SD-Karte fest vergebene und eindeutige Nummer, abfragen und mit den Kartenkacheln verknüpfen. Das macht die ganze nachfolgende Beschreibung etwas verwirrend. Man muss sich vor Augen führen, dass es 2014/15 einen Einschnitt gegeben hat. Karten und Geräte vor diesem Jahr funktionieren anders als danach. Bei Karten vor und Geräten nach diesem Jahr oder bei Karten nach und Geräten vor diesem Jahr kommt es zu Vermischung der Schutzfunktionen!

 

Diese Garmin-Karten auf Micro-SD-Karten kann man auch auf dem PC anzeigen. Entweder man schließt das Garmin-GPS-Gerät mit eingelegter Karte per USB an oder man entnimmt ihm die Micro-SD-Karte und schließt sie über einen SD-Adapter und einen Kartenleser an den PC an. Beides ist mit dem Nachteil verbunden, dass ein Laden sehr lange dauert da alle Karten auf dem Gerät eingelesen werden müssen (und das bei jedem Neuanschluss des Gerätes/der Speicherkarte) und es ist umständlich da jedes Mal die kleine Micro-SD-Karte dazu hergenommen werden muss. Besser wäre es, die Straßen oder Topo-Karte wie früher direkt auf dem PC zu installieren. Das ist auch legal möglich, wie ich unten zeige!


Kopierschutz der Karten "austricksen"

Garminkarten sind seit jeher mit einem Code geschützt der ein Kopieren verhindert. Früher, d.h. bei Kartenprodukten die auf DVD und Micro-SD geliefert wurden musste dieses Produkt auf nur ein Gerät registriert werden. Dazu wurde von der Garmin-Website ein Code generiert der zusammen mit der Karte auf's GPS-Gerät übertragen wurde. Diese Unlockdateien haben Dateinamen wie z.B. gmapsupp.gma oder 12345678912.gma oder auch *.unl. Diese Unlockcodes sind auch heute noch auf den neueren Kartenprodukten enthalten. Die Micro-SD-Karte konnte man schon immer in jedem beliebigen Garmin-GPS-Gerät benutzen.

Aber die neueren Karten von Garmin sind nicht nur, wie früher, mit Hilfe dieser notwendigen Unlock-Datei (*.gma) geschützt, sondern haben auch den weitaus subtileren Schutz, MapSignatureVerification, wie oben erklärt. Dieser Schutz kommt allerdings nur auf den neueren GPS-Geräten ab ca. 2015 zum Tragen. Die Baureihe bis zum Etrex 30 kann den Schutz nicht abfragen. So kann z.B. die Topo Deutschland V9 PRO zwar auf dem Etrex 30, nicht aber auf neueren Geräten angezeigt werden, sobald sich die Kartendatei auf einer anderen als der originalen Micro-SD-Karte befindet, auch wenn alle notwendigen Unlockdateien auch auf dem Speichermedium sind. Das heißt: Die Original-Micro-SD dieser Topo-Karte muss eingelegt sein um sie auch anzeigen zu können und dann belegt sie natürlich den einzigen vorhandenen Kartenslot.  Das ist sehr schade aber auch hier kann man evtl. tricksen, wie nachfolgend beschrieben!


Speicherplatz der original Garmin-Topokarte optimal nutzen

Diese (DE V7, V8 oder V9 Pro) Topokarte kommt auf einer 8GB-Micro-SD-Karte. Darauf eine normale, sowie eine Winter-Topo-Karte, die man selten benötigt. Sie unterscheidet sich von der normalen Topokarte durch ausgewiesene Hangneigungen über 30 Grad sowie eingetragene Skigebiete incl. Infrastruktur. Da man ja nur eine von beiden Karten zur gleichen Zeit benötigt,kann man zu einem Trick greifen um den freien Speicherplatz der SD-Karte optimal zu nutzen. Löscht man die Winterkarte resp. im Winter die Sommerkarte, so passen auf die Speicherkarte zusätzliche Kartenprodukte ohne Lock (z.B. OSM-Karten). Um keine Probleme mit den Unlock-Dateien von Garmin zu bekommen ist folgende Vorgehensweise sinnvoll:

ACHTUNG

Hierbei muss man beachten, dass die Micro-SD-Karte selbst zwar nicht schreibgeschützt werden kann, der Adapter, der mitgeliefert wird´, jedoch sehr wohl, und zwar ist er von Garmin standardmässig gesperrt. Wenn man also die Karte im Original-Adapter in einen Kartenleser steckt kann man sie zwar lesen, aber nichts darauf ändern. Dazu muss man den kleinen Schieber an der linken Seite nach oben schieben (Sperrhinweis ist nicht aufgedruckt)

 

links der Kartenschieber in Sperrposition in dem Original SD-Kartenadapter von Garmin
rechts ein nicht gesperrter Adapter mit Sperrhinweis (lock=unten).

Man muss sich also nicht wundern wenn ein Umbenennen oder Löschen von Dateien auf der Micro-SD im Adapter erstmal nicht funktioniert!

Danach hat man 4,7 GB freien Platz auf der Karte den man mit anderen ungesperrten Kartenprodukten füllen kann. Das ist eine ganze Menge zusätzlich zu dem internen Speicher von 1,7 GB (Etrex 30) 3,1 GB (Etrex 30X, 3,7GB GPSMAP 64S u.a. neuere Geräte).

Leider ist es nicht möglich, die Kartendatei noch weiter zu verkleinern in dem man nur Teile der Karte von der, auf dem Computer installierten und freigeschalteten Karte (siehe unten) überträgt da der Unlockcode der Karte scheinbar nur für die ganze Karte gilt. Bei übertragenen Teilen der Kartenkacheln gibt es eine Fehlermeldung auf dem GPS-Gerät obwohl sie auf dem Computer angezeigt werden kann - diese unterbleibt nur wenn vorher der Kartenlock entfernt wurde. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass die installierte Karte auf dem Computer den Code nicht an die Kacheln weitergeben kann - ich weiß es nicht!  Die Karte lässt sich dann zwar auf dem Computer anzeigen ohne die Micro-SD-Karte anzuschließen aber ein Übertragen aufs Gerät funktioniert nicht wegen des fehlenden, bzw. als nicht korrekt erkannten, Entsperrcodes, der anscheinend nur für die gesamte Karte gilt.


Mit dieser Vorgehensweise kann man den Nachteil des restriktiven Kopierschutzes durch Blockieren des einzigen Kartenspeicherslots ein wenig abmildern, zumindest bei Kartenmaterial das auf "großen" Micro-SD-Karten geliefert wird. Man legt einfach die Hauptkarte des Gebietes, in dem man sich bewegt, ein und nutzt den freien Platz auf der SD-Karte mit kostenlosen und freien Kartenprodukten. Wobei dabei ganz wichtig ist die/jede gmapsupp.img unbedingt umzubenennen sowie die Original Micro-SD zu kennzeichnen (Garmin druckt nicht das Kartenprodukt darauf ab) - sonst kann es passieren dass man den Überblick verliert und sich wichtige Karten löscht bzw nicht mehr weiß welches die Original Micro-SD für welches Kartenprodukt ist.

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Backups von Original GARMIN SD-Karten

Wer viel mit den Original Micro-Sd-Karten unterwegs ist, dem rate ich dringend, zumindest ein Backup aller Dateien/Ordner auf der Originalkarte zu machen denn:


1. Garmin empfieht selbst eine Kopie der Original-SD-Karte anzulegen



2. kann eine Micro-SD-Karte physisch nicht schreibgeschützt werden, das hieße ein versehentliches Überschreiben der gmapsupp.img oder der unlock-Dateien vernichtet das teure Teil. Mir ist das schon mal im Urlaub passiert. Der übereifrige Rittführer kopiert mir die Tracks für die nächsten Tage aufs Gerät und hat dummerweise die Häkchen bei Tracks, Wegpunkte
und Karten gesetzt. So war meine (Kopie) der TopoFrance, die ich schon darauf hatte, weg, überschrieben durch eine kleine OSM-Pyrennäenkarte (es gibt dabei KEINE Warnung!).
 


3. durch das häufige Ein- und Ausschalten und das Wechseln der Karte gegen eine andere, kann schon einmal Datenverlust auftreten. Manchmal stürzt das GPS-Gerät im Betrieb auch ab und es kann auch dabei theoretisch einen Datenverlust geben. Es ist zwar wenig wahrscheinlich, dass das GPS-Gerät in die Topo-Karte schreiben kann aber die Datenstrukturen der Micro-SD-Karte können schon beschädigt werden was dann zur Folge hätte, dass die Topo-Karte nicht mehr gefunden wird.

Dann wäre die Karte zwar physikalisch noch intakt aber die Daten können nicht mehr geladen werden weil sie korrupt sind. Hat man ein Backup, dann kann man diese wieder zurückschreiben, erst mal reparieren der defekten Datenstruktur mit Windowsmitteln, dann ein normales Drüberkopieren versuchen. Schlimmstenfalls kann man die Original-SD-Karte neu formatieren (FAT32) und das Backup wieder draufkopieren. Ich habe das noch nicht gemacht, ich gehe aber davon aus, dass es funktionieren würde da die Hardware-ID der Karte dabei ja nicht verändert wird - dennoch nur im Notfall ausführen. Ist die Micro-SD-Karte natürlich physisch defekt dann hilft nichts mehr, denn die Kartendatei ist ja nur im Zusammenhang mit der Original-Micro-SD-Karte lauffähig da sie an die Hardware-ID der SD-Karte gebunden ist. Das sollte aber nicht so schnell passieren.




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Installation der Topo-Karten von Micro-SD auf den Computer

Zur Installation von einer SD-Karte auf den PC in Mapsource / Basecamp müssen die img-Karten-Container in die einzelnen Kartenkacheln „gesplittet“ werden. Dazu das GMapTool benutzen. Ist die img-Datei mit Sperrcode versehen, ist auch die gesplittete Karte gesperrt und muss freigeschaltet werden (weiter unten). Wurde der Sperrcode entfernt (das ist illegal) dann ist auch die gesplittete Karte nicht gesperrt und kann überall beliebig bearbeitet, kopiert (auch in Teilen) und auf jedem GPS-Gerät vor Markteinführung 2015 genutzt werden.

Ich habe übrigens dem polnischen Programmierer 50 Euro überwiesen für seine Arbeit - das versteht sich von selbst!

Ich biete die nötigen Programme zum Installieren als zip-Datei zum
Download an. (Die zip-Datei ist gecheckt und virenfrei). Den Ordner GMapTool in der GMapTool.zip in irgendein Verzeichnis auf der Festplatte entpacken/kopieren (z.B. "C:\Programme (x86)\GMapTool").

ACHTUNG! Mit der Version 2018 (V8 Pro) der Garmin Topo und der neuesten BaseCamp-Version funktioniert die unten genannte Methode nur noch mit dem GMapTool ab V 0.9.73. Dieses bitte dann erneut von hier herunterladen und über die alte Version installieren. Für das alte Programm MapSource (Download) hat es auch mit der alten Version von GMapTool keine Probleme gegeben.

Die Datei "GMapTool.exe" in dem eben installierten Ordner ausführen/doppelt anklicken.

a.) Bei der ersten Ausführung: Optionen wählen und es wie folgt einstellen. (das meiste ist vorausgewählt)



Hinter Pfad zu cGPSmapper, diese Datei (cGPSmapper.exe) im Verzeichnis \GMapTool wählen wo auch immer du das Verzeichnis hin kopiert hast.

b.) Dann Registerkarte Datei/Datei zufügen



und im Auswahlfeld die IMG-Datei (hier: "90036002.img") oder wie auch immer die Kartendatei benannt ist, suchen (wenn du sie vorher nicht kopiert und umbenannt hast, befindet sie sich im Ordner GARMIN der Micro-SD-Karte und heißt "gmapsupp.img")  und mit OK bestätigen. Danach wird sie im GMapTool angezeigt.

c.) Dann Zerlegen/Verzeichnis wählen



und zum Zielverzeichnis navigieren das bereits angelegt sein, und sinnvollerweise den Kartennamen tragen sollte. Häkchen bei „kompiliere Übersichtskarte“ setzen, einen beliebigen Kartensatznamen eingeben (dieser erscheint später in der Auswahlliste von Mapsource/Basecamp)

d.) Kartensatz für BaseCamp/Mapsource erzeugen:

e.) Jetzt muss die Karte nur noch in die Registry eingetragen werden

Damit BaseCamp/Mapsource sie erkennt: Das Installieren der Karten in Mapsource/Basecamp geht ganz einfach. Im Ziel-Verzeichnis (hier: D:\Garmin\Maps\OSM-Inselkarten) die install.bat doppelt anklicken, die Ausführung im sich öffnenden Fenster mit Tastendruck bestätigen – Das war’s!  

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Garmin\MapSource\FAMILIES

werden die Kartenspeicherorte und Startparameter eingetragen - irgendwie ist Basecamp immer noch nicht richtig angekommen obwohl es das alte Programm Mapsource gar nicht mehr offiziell gibt).

Wie man an den Screenshots oben sehen kann ist das GMapTool ein Werkzeug das noch viel mehr kann. Alle Funktionen sind in der Dateihilfe (Fragezeichen anklicken) ausführlich in deutsch erklärt. Auch ein Zusammenfügen einer auf dem Computer installierten Karte zu einer Img-Datei sollte möglich sein.

(Quelle: Originalseite http://www.gmaptool.eu/en/content/gmaptool License: "This work is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0) License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode or send a letter to Creative Commons, 171 2nd Street, Suite 300, San Francisco, California, 94105, USA")

Freischalten der so auf dem PC installierten Karte

in Mapsource: Menu Dienstprogramme/Freischaltregionen/Importieren. Dann zum Speicherort der Originalkarte wechseln (SD-Karte oder Backupverzeichnis auf der Festplatte). Dort ins Verzeichnis \GARMIN und in der Auswahlliste rechts unten Codedateien zum Freischalten auf *.gma setzen. Dann sieht man die unlock-codes der Original-Karte. Diese dann öffnen und damit importieren - das war's. Ab jetzt zeigt die Registerkarte Kartenproduktinformation die Karte als freigeschaltet an!

in Basecamp liegt die Funktion im Menu Karten/Kartenprodukte verwalten/Regionen freischalten. Dann wie oben verfahren - ganz easy!

Das muss nur einmal gemacht werden, danach ist die Karte auf dem Computer freigeschaltet und kann auch ohne eingelegte SD-Karte bzw angeschlossenes Garmin GPS-Gerät angezeigt werden. Die Registerkarte Kartenproduktinformation zeigt jetzt die Karte als freigeschaltet an. Eine, mit einem unlocker, entsperrte Karte, oder eine ungesperrte Karte erkennt man übrigens daran, dass hier "kann nicht gesperrt werden" steht.

Folgende Nachteile hat die, so auf dem PC installierte, Karte:

Allerdings habe ich diese Funktionen bisher in keiner Weise vermisst aber ich benutze das Gerät ja auch nicht zum (angesagten) Routing sondern nur als Kartenersatz. Um diese Funktionen verfügbar zu machen kann man dann das Gerät mit eingelegter Originalkarte anschließen oder die Original Micro-SD-Karte in einem Kartenleser an den Computer anschließen. Das relativ langsame Laden der Karte muss dann halt in Kauf genommen werden.

Rechtliche Situation

Ist die Karte vorher entsperrt worden (Kartenlock entfernt), dann ist sie jetzt auf dem Computer und auf jedem kompatiblen GPS-Gerät  lauffähig. Das ist illegal! Bei Karten und Geräten ab Erscheinungsjahr ca. 2015 und funktioniert auch das nicht mehr da die Karte nur noch mit eingelegter Original Micro-SD-Karte angezeigt wird. Bei Karten und Geräten vor 2015 funktioniert es jedoch. Bei Karten vor 2015 und Geräten nach 2015 funktioniert es auch.

Ist die Topo-Karte noch gesperrt dann muss sie auf dem Computer freigeschaltet werden, wie oben beschrieben. Das ist legal denn es wird ja keine Sperre umgangen/entfernt. Sie ist jedoch (nach dem Übertragen in Teilen oder komplett) auf keinem GPS-Gerät lauffähig. Dazu muss man dann die Originalkartendatei im Gerät haben und nicht die, duch das GMapTool gesplittete und wieder aufs Gerät geschriebene, Kopie.

Ich kann mich nur wiederholen: Ich kann verstehen wenn Garmin ein Problem damit hat, dass über Jahre hinweg ihre Karten kopiert und von semi-professionellen Datendieben weiterverkauft wurden. Allerdings waren die Karten früher auch unverhältnismäßig teuer, 250 Euro und mehr für eine Topo-Deutschland und dann noch auf nur ein einziges GPS-Gerät bezogen, war schon heftig. Ich selbst habe sicherlich in den letzten 10 Jahren weit mehr als 1500 Euro für Garmin Kartenmaterial ausgegeben. Natürlich kenne ich das Kosten-Nutzenverhältnis nicht aber es erscheint mir doch ein wenig wie Abzocke. Allerdings ist die Reaktion, daraufhin die Nutzung für User, die dafür viel Geld bezahlt haben, soweit einzuschränken wie jetzt, auch nicht mehr nachvollziehbar und ich kann diese Politik nicht mehr gutheißen. Keine Installation auf dem Computer möglich - nur als popelige Micro-SD-Karte nutzbar und diese verbunden mit einer einzigen SD-Karte, dieses winzige Ding kostet bis zu 150 Euro und wenn es beim Wechseln im Gelände in den Schlamm fällt, dann war es das.... Nein das ist nicht gut. Daher nachfolgend eine Anleitung wie man den Kartenlock sowie alle Beschränkungen der gekauften Karte mit Geräten bis zur Markteinführung 2019 umgehen, und diese voll nutzen kann! (Information aus dem www)!


unlock / Entsperren der Karten (illegal)

Weil immer wieder die Nachfrage danach kam habe ich es recherchiert, sehe allerdings selbst keinen akuten Bedarf daran. Ich nutze in Grenzregionen die kostenlosen und ungesperrten OSM-Topokarten, die meiner Meinung nach sowieso besser und genauer sind als die Garminkarten und mehr wie eine komplette Topokarte von Garmin brauche ich nicht auf dem Gerät. Man findet Infos zu allen Themenbereichen der Navi-Nutzung auf Foren-Seiten wie z.B. www.gpsurl.com auf www.nachtfalke.biz oder auf www.digital-eliteboard.com und anderen!

Wer es selbst versuchen möchte macht sich strafbar!  Eigentlich sollte eine umfängliche Nutzung zum Eigengebrauch nicht starfbar sein (!), ist es aber leider. Es gibt im Netz diverse Portale in denen man Tools finden kann die eine Garmin-Karte entsperren können. So bringt die Internetrecherche nach:

einige Ergebnisse! Das Entsperren soll total easy sein: Einfach eine Kopie der IMG-Datei auf die "Unlock.exe" ziehen, schon wird der Lock entfernt. Die entsperrte Karte hat die gleichen Funktionen wie die gesperrte. Im Ganzen ins Gerät gesetzt bringt das Entsperren gar nichts, denn alles ist gleich, die Kartensuche funktioniert genau wie Autorouting. Lediglich ein Backup der Karte ist dann auch wirklich eines denn man kann es nutzen auch wenn die Original-SD-Karte weg ist, allerdings nur bei Geräten vor Markteinführung 2014/15.

Installiert man sie auf dem PC (mit GMapTool), dann kann sie von dort in Teilen auf's GPS-Gerät gespielt und angezeigt werden. Autorouting funktioniert einwandfrei, lediglich die Suche nach Orten und POIs der Karte ist dann nicht möglich, wiederum nur für Geräte vor 2014/15.

Geräte ab Markteinführung 2015 zeigen die so übertragene Karte (neuer als 2014) nicht an! Karten vor 2015 werden jedoch angezeigt!

Patchen der Geräte-Firmware

Bei Geräten mit Markteinführung ab 2015 muss die Firmware gepatcht werden damit entsperrte Karten mit MSV (ab 2015) angezeigt werden können.

Die Suche nach:

Anmerkung: Der Nutzen für mich ist fraglich da ich eh keine neueren Karten verwenden muss - es wäre reine Bequemlichkeit. Ich habe genügend "alte" Original-Karten von verschiedenen europäischen Ländern und eine neue Topo Deutschland  - es ist nicht unbedingt nötig die neueste Garmin-Topokarte zu haben, so viel ändert sich am Inhalt nicht und mittlerweile benutze ich die Garminkarten eh nur noch zur Vorplanung am Computer (da sind sie allerdings sehr hilfreich) da es mir beim Reiten im Gelände wichtiger ist die Oberflächenbeschaffenheit der Wege und z.B. die Art der Bergpfade (T1-T4, so etwas zeigen die Garminkarten gar nicht an) zu sehen - ich also lieber Karten aus dem OSM-Projekt (Wanderreitkarte.de) benutze.

Allerdings habe ich einen Bekannten der die Anleitung zum Patchen gefunden, getestet und erfolgreich umgesetzt hat und seitdem keine Probleme mehr mit der Anzeige von Garminkarten, egal auf welchem Medium, hat. Er kann alle Karten, egal ob Garmin oder OSM auf eine große Micro-SD-Karte speichern und hat den internen Speicher des Gerätes frei für Trackaufzeichnungen und anderes - das ist schon komfortabel und einfacher zu verwalten.  (pdf-Download der Anleitung - überwiegend in englisch)

Liste der Garmingeräte mit MSV und deren Schutzmechanismen

* = Geräte mit Markteinfühung ab ca. 2019 haben eine verschlüsselte FW
oder Android OS (Overlander) und sind nicht mehr patchbar!!!

Geräte ohne MSV Kopierschutz unter anderen

eTrex 10/20/30
GPSMap 62

Geräte mit MSV Kopierschutz

GPSMap 64,S,St (64x*)
GPSMap 66 Serie
GPSMap 86 Serie
GPSMap 276Cx
Edge 1xxx Serie
Edge 820/830* Serie
Edge 520/530* Plus
Edge Explore Serie
Montana 610, 680
Oregon 7xx
Epix
MARQ Serie*
fenix 5 Serie
fenix 6 Serie*
eTrex Touch
eTrex 2x/3x (X-Serie*)
Rino 7xx
inReach
Approach S60
DESCENT MK1
Overlander*

MSV = Map Signatur Verifizierung

neben dem MSV gibt es noch einen erweiterten Schutz GSV (Geräte-FW Signatur Verivizierung) über den ich keine Infos gefunden habe - betrifft überwiegend Car-Navigationsgeräte

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Übertragen von Kartenauschnitten auf's Gerät

Wie ich oben schon ausgeführt habe, ist das bei gesperrten Garmin-Karten nicht möglich, es führt nicht zum (Anzeige-) Erfolg, es sei denn die Karte vor 2015 ist auf das betreffende Gerät registriert oder der Karten-Lock wurde entfernt. Jedoch ist es möglich bei OSM-Karten und anderen freien Karten.

Benutzt man gleichzeitig eine Original-Garminkarte und OSM-Karten dann kann man die gesperrte Karte (Garmin Micro-SD) in den Kartenslot des GPS-Gerätes einlegen und eine oder mehrere ungesperrte Kartenausschnitte in den internen Speicher des GPS-Gerätes kopieren. Bei einem Etrex 30 sind da etwa noch 1,7GB frei - das ist nicht viel - , eines der neueren Etrex 30x/35 hat schon 3,7GB oder andere neuere Garmin-Geräte haben evtl. noch mehr freien Platz im internen Speicher. Eine OSM-Topo-Karte von ganz Deutschland liegt im Momentbeispielsweise bei etwa 2,6 GB.

Das Erstellen von Kartencontainern, die auch Teile mehrerer Kartenprodukte enthalten können, geht folgendermaßen:



Die Programme die man dazu braucht sind gratis:

  • Mapsource: Download von der Garminseite ist leider nicht mehr möglich, Garmin hat die Seite entfernt aber die letzte Version 6.16.3 kann hier von meiner Seite geladen werden. Mapsource ist seit 2010 nicht mehr weiter entwickelt worden läuft aber auch unter Windows 10.
  • Basecamp, die aktuelle Version hier: Download
  • , kurze Einführung auf der Seite gpx-Tricks
    In Mapsource wählt man die Kartenkacheln (gelbes Rechteck) mit dem Kartentool (Pfeil) durch Anklicken oder durch das Aufziehen eines Auswahlrechteckes aus und überträgt sie dann mit dem „An Gerät senden“ (Symbol, auf dem Screenshot oben links neben dem Kartentool) auf das GPS-Gerät bzw. eine angeschlossene SD-Karte/Kartenleser/USB-Stick. Sind die Symbole nicht sichtbar, dann findet man die Funktion in Ansicht/Symbolleiste einblenden/Extras, sowie Ansicht/Symbolleiste einblenden/Übertragen - und dann jeweils ein Häkchen setzen.

    In Basecamp erreicht man die Funktion nur über das angeschlossene Gerät bzw. eine Speicherkarte im Kartenleser/USB-Stick. Rechtsklick auf Benutzerdaten und „Karten auf … installieren“ wählen. Danach öffnet sich Mapinstall und man kann die Karten auswählen und danach auf das Speichermedium übertragen.

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    Man kann dabei Kacheln aus unterschiedlichen Karten kombinieren - sie dürfen nur nicht gesperrt sein. Ist ein Kartenprodukt gesperrt und man hat keinen unlock-Code, dann kann der gesamte Container nicht angezeigt werden. Beim Übertragen wählt man vorzugsweise eine SD-Karte in einem Kartenleser oder einen USB-Stick (alternativ zum angeschlossenen Garmin-GPS-Gerät) aus da die Übertragung dann viel schneller ist. Beim Übertragen wird automatisch ein Ordner GARMIN sowie darin eine Containerdatei mit Namen GMAPSUPP.IMG erzeugt. Diese Datei sollte man sofort danach umbenennen damit man erstens den Inhalt schon am Namen erkennen kann und zweitens wegen des oben geschilderten Überschreibproblems. Man spart sich ein erneutes Erzeugen der IMG-Datei wenn man diese auf dem PC speichert. Bei den, zur PC-Installation vorgesehenen, DVD-Versionen wurden auch nocht die unlock-Dateien automatisch übertragen. Infos zur Datenorganisation im GPS-Gerät auf der Seite GPS-Systeme.

    Sinnvollerweise speichert man sich die Mapsource Kartendatei mit den ausgewählten Kacheln als *.gdb-Datei auf dem Rechner unter einem aussagekräftigen Namen. Besonders wenn man mehrere Kartenprodukte miteinander kombiniert hat, ist das doch schon einiges an Arbeit denn man muss die maximale Größer einer Datei von 4GB und die max. mögliche SD-Kartengröße des jeweiligen GPS-Gerätes berücksichtigen und dabei evtl. ein bisschen jonglieren damit es passt. Hat man ein Kartenupdate einer OSM-Karte eingespielt dann müssen diese Kartenkacheln in der Kartendatei (*.gdb) neu zusammengestellt werden da der interne Kachelindex nach dem Update nicht mehr der gleiche ist wie vor dem Update. Daher ist es sinnvoll, nie OSM-Karten und offizielle Garminkarten in einen img-Container zu schreiben sondern immer getrennte IMG-Dateien zu erstellen.

    Bei den Garmin GPS-Geräten ab 2012 ist das Abspeichern der Kartendateien nicht mehr so dringend, da diese (z.B. das Etrex 30) bereits SD-Karten von 16 GB lesen können. So ist ausreichend Platz um die gesamten Karten einer Region zu installiern und man benötigt keine Misch-IMG-Container mehr.


    Das Abspeichern der Kachelauswahl in eine gdb-Datei geht allerdings nur noch mit Mapsource weswegen ich dieses Programm auch bevorzuge. Man macht sich so verschiedene Zusammenstellungen von Kartenprodukten, die bei Bedarf einfach geöffnet und in eine gmapsupp.img übertragen werden können.


    Als Letztes die *.img-Datei in den Ordner /GARMIN auf dem Gerät (interner Speicher oder externe-Micro-SD-Karte) kopieren. Es geht immer schneller wenn man die Micro-SD-Karte dazu aus dem Gerät nimmt denn die USB-Verbindung über das Gerät ist extrem langsam. In einem SD-Kartenadapter und/oder einem Kartenleser geht es um einiges schneller.

    Lediglich den internen Gerätespeicher kann man so nicht erreichen - da muss man sich einfach gedulden. Aber schon das reine Kopieren geht wesentlich schneller als speichert man die Datei über Basecamp oder Mapsource direkt auf's Gerät. Da können 4 GB schon mal einen halben Tag dauern.

    ergänzende Informationen zu dem Thema auf den Seiten gps-systeme und gpx-tricks

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