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Das Garmin-Kartenformat


Das Garmineigene Kartenformat *.IMG - dies ist eigentlich ein Container, ähnlich wie eine zip-Datei, in dem alle für einen Kartensatz benötigten Dateien enthalten sind. Kauft man eine der neueren Kartenprodukte von Garmin, erhält man nur noch eine Micro-SD-Karte in einem SD-Kartenadapter. Darauf die Karte als gmapsupp.img. Daneben Unlockdateien (*.gma) und andere Hilfsdateien. Eine Kartendatei darf maximal 4 GB groß sein. Das hängt zusammen mit dem FAT32-Dateiformat der SD-Kartentechnik. Auf älteren Geräten (z.B. das Etrex Vista HCX) kann nur eine *.img-Datei gespeichert werden. Das hat zur Folge, dass bei 4GB-Kartenmaterial Schluss ist. Bei neueren Garmingeräten können mehrere IMG-Dateien enthalten sein, so kann man den gesamten Platz der SD-Karte für Topokartenmaterial ausnutzen, natürlich in Abhängigkeit vom Gerät (8GB oder mehr).



Grundsätzliche Unterschiede zwischen Karten/Geräten vor und nach Baujahr 2015

Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe verkauft Garmin seit 2016 nur noch SD-Karten die in jedem Gerät laufen aber nicht auf dem PC installiert werden können. Dabei wurde die Firmware der Geräte so verändert, dass sie die Hardware-ID, eine vom Hersteller der SD-Karte fest vergebene und eindeutige Nummer, abfragen. Das macht die ganze nachfolgende Beschreibung etwas verwirrend. Man muss sich vor Augen führen, dass es 2015 einen Einschnitt gegeben hat. Karten und Geräte vor diesem Jahr funktionieren anders als danach. Bei Karten vor und Geräten nach diesem Jahr oder bei Karten nach und Geräten vor diesem Jahr kommt es zu Vermischung der Schutzfunktionen! Ich habe nachfolgend versucht das zu verdeutlichen aber es ist sehr schwierig sich hier eindeutig auszudrücken, auch weil ich natürlich nicht alle Kombinationen ausprobieren konnte.

 

Diese Micro-SD-Karten ab 2015 kann man auch auf dem PC anzeigen. Entweder man schließt das Garmin-GPS-Gerät mit eingelegter Karte per USB an oder man entnimmt ihm die SD-Karte und schließt sie über einen Kartenleser an den PC an. Beides ist mit dem Nachteil verbunden, dass ein Laden sehr lange dauert. Auch der Bildschirmaufbau lässt zu wünschen übrig. Besser wäre es, die Straßen oder Topo-Karte wie früher direkt auf dem PC zu installieren.

 

Weiter unten zeige ich wie es möglich ist die SD-Karte aufzusplitten und auf dem PC zu installieren. Die Karte lässt sich dann zwar auf dem Computer anzeigen ohne die Micro-SD-Karte anzuschließen aber ein Übertragen aufs Gerät funktioniert nicht wegen des fehlenden, bzw. als nicht korrekt erkannten, Entsperrcode. Also - obwohl ich die Karte erworben habe, den Unlock-Code der Gesamtkarte besitze, darf ich sie nur im Ganzen und unverändert im Gerät anzeigen. Das ist, gelinde gesagt, nicht nett! Damit erschwert Garmin auf einfachem Weg die Nutzung von Karten fremder Hersteller (z.B. kostenlosen OSM-Karten) auf den eigenen Geräten, denn diese können dann nur noch im internen Speicher geladen werden, der ja stark begrenzt ist. Außerdem entwertet Garmin damit die eigenen Geräte die exakt einen SD-Steckplatz haben der ab der Geräteversion 2012 bereits 16GB-Karten erkennt. Man könnte also theoretisch alle Karten von ganz Europa immer dabei haben - wenn da nicht diese Lizenzpolitik wäre. Allerdings stürzt das Etrex 30 beim Laden von 16GB-Kartenmaterial bzw. bei mehr als 8 IMG-Containern ab - andere, vor allem neuere Geräte reagieren da anders. Beim GPSMAP 64S habe ich z.B 11 img-Container und 12-13 GB an Kartenmaterial laden können. Das sind jetzt Spitzfindigkeiten denn es ist unsinnig so viele verschiedene Kartenprodukte bzw so eine Datenmenge ins GPS-Gerät zu laden - 8-10GB reichen, selbst für so faule Menschen wie mich, dicke für den Gebrauch aus. Es sind ja Wanderkarten, die man anzeigen möchte und da legt man üblicherweise keine so großen Strecken zurück und wer benötigt schon mehr als 7 Kartenprodukte auf dem Gerät.


Kopierschutz der Karten "austricksen"

Garminkarten sind seit jeher mit einem Code geschützt der ein Kopieren verhindert. Früher, d.h. bei Kartenprodukten die auf DVD und Micro-SD geliefert wurden musste dieses Produkt auf nur ein Gerät registriert werden. Dazu wurde von der Garmin-Website ein Code generiert der zusammen mit der Karte auf's GPS-Gerät übertragen wurde. Diese Unlockdateien haben Dateinamen wie z.B. gmapsupp.gma oder 12345678912.gma. Diese Unlockcodes sind auch heute noch auf den neueren Kartenprodukten enthalten. Die Micro-SD-Karte konnte man schon immer in jedem beliebigen Garmin-GPS-Gerät benutzen.

Aber die neueren Karten von Garmin sind nicht nur, wie früher, mit Hilfe dieser notwendigen Unlock-Datei (*.gma) geschützt, sondern haben auch einen weitaus subtileren Schutz, sie sind nämlich mit der Hardware-ID der SD-Karte verknüpft. Dieser Schutz kommt allerdings nur auf den neueren GPS-Geräten ab ca. 2015 zum Tragen. Die Baureihe bis zum Etrex 30 kann den Schutz scheinbar nicht abfragen. So kann z.B. die Topo Deutschland V7 PRO auf neueren Geräten nicht mehr angezeigt werden, sobald sich die Kartendatei auf einer anderen als der originalen Micro-SD-Karte befindet, auch wenn alle notwendigen Unlockdateien auch auf dem Speichermedium sind. Das heißt: Die Original-Micro-SD dieser Topo-Karte muss eingelegt sein um sie auch anzeigen zu können und dann belegt sie natürlich den einzigen vorhandenen Kartenslot.  Das ist sehr schade aber auch hier kann man evtl. tricksen!

Diese (DE V7 Pro) Topokarte kommt auf einer 8GB-Micro-SD-Karte. Darauf eine normale, sowie eine Winter-Topo-Karte, die man selten benötigt. Sie unterscheidet sich von der normalen Topokarte durch ausgewiesene Hangneigungen über 30 Grad sowie eingetragene Skigebiete incl. Infrastruktur. Da man ja nur eine von beiden Karten zur gleichen Zeit benötigt,kann man zu einem Trick greifen um den freien Speicherplatz der SD-Karte optimal zu nutzen. Löscht man die Winterkarte resp. im Winter die Sommerkarte, so passen auf die Speicherkarte zusätzliche Kartenprodukte ohne Lock (z.B. OSM-Karten). Um keine Probleme mit den Unlock-Dateien von Garmin zu bekommen ist folgende Vorgehensweise sinnvoll:

  1.  Sicherung aller Ordner/Dateien der Micro-SD-Karte auf den PC

  2. Umbenennen aller Dateien im Verzeichnis \Garmin der Micro-SD mit dem Namen "gmapsupp.*" in z.B. "Topo_DE_V7_PRO.*"
    (die Dateinamenserweiterungen ".gma", ".unl", ".img") müssen natürlich jeweils bestehen bleiben)

  3. Löschen der Winter.*-Dateien (Winterversion der Topokarte) auf der SD-Karte

  4. Kennzeichnen der Micro-SD mit dem Namen des Kartenproduktes (z.B mit einem kleinen Etikett)

Danach hat man 4,7 GB freien Platz auf der Karte den man mit anderen ungesperrten Kartenprodukten füllen kann. Das ist eine ganze Menge zusätzlich zu dem internen Speicher von 1,7 GB (Etrex 30) 3,1 GB (Etrex 30X, 3,7GB GPSMAP 64S u.a. neuere Geräte).

Leider ist es nicht möglich, die Kartendatei noch weiter zu verkleinern in dem man nur Teile der Karte von der, auf dem Computer installierten und freigeschalteten Karte (siehe unten) überträgt da der Unlockcode der Karte scheinbar nur für die ganze Karte gilt. Bei übertragenen Teilen der Kartenkacheln gibt es eine Fehlermeldung obwohl sie auf dem Computer angezeigt werden kann - diese unterbleibt nur wenn vorher der Kartenlock entfernt wurde. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass die installierte Karte auf dem Computer den Code nicht an die Kacheln weitergeben kann - ich weiß es nicht!


Mit dieser Vorgehensweise kann man den Nachteil des restriktiven Kopierschutzes durch Blockieren des einzigen Kartenspeicherslots ein wenig abmildern, zumindest bei Kartenmaterial das auf "großen" Micro-SD-Karten geliefert wird. Man legt einfach die Hauptkarte des Gebietes, in dem man sich bewegt, ein und nutzt den freien Platz auf der SD-Karte mit kostenlosen und freien Kartenprodukten. Wobei dabei ganz wichtig ist die/jede gmapsupp.img unbedingt umzubenennen sowie die Original Micro-SD zu kennzeichnen (Garmin druckt nicht das Kartenprodukt darauf ab) - sonst kann es passieren dass man den Überblick verliert und sich wichtige Karten löscht bzw nicht mehr weiß welches die Original Micro-SD für welches Kartenprodukt ist.

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Backups

Wer viel mit den Original Micro-Sd-Karten unterwegs ist, dem rate ich dringend, zumindest ein Backup aller Dateien/Ordner auf der Originalkarte zu machen denn:


1. Garmin empfieht selbst eine Kopie der Original-SD-Karte anzulegen



2. kann eine Micro-SD-Karte physisch nicht schreibgeschützt werden, das hieße ein versehentliches Überschreiben der gmapsupp.img oder der unlock-Dateien vernichtet das teure Teil. Mir ist das schon mal im Urlaub passiert. Der übereifrige Rittführer kopiert mir die Tracks für die nächsten Tage aufs Gerät und hat dummerweise die Häkchen bei Tracks, Wegpunkte
und Karten gesetzt. So war meine (Kopie) der TopoFrance, die ich schon darauf hatte, weg, überschrieben durch eine kleine OSM-Pyrennäenkarte (es gibt dabei KEINE Warnung!).
 


3. durch das häufige Ein- und Ausschalten und das Wechseln der Karte gegen eine andere, kann schon einmal Datenverlust auftreten. Manchmal stürzt das GPS-Gerät im Betrieb auch ab und es kann auch dabei theoretisch einen Datenverlust geben. Es ist zwar wenig wahrscheinlich, dass das GPS-Gerät in die Topo-Karte schreiben kann aber die Datenstrukturen der Micro-SD-Karte können schon beschädigt werden was dann zur Folge hat, dass die Topo-Karte nicht mehr gefunden wird.

Dann wäre die Karte zwar physikalisch noch intakt aber die Daten können nicht mehr geladen werden weil sie korrupt sind. Hat man ein Backup, dann kann man diese wieder zurückschreiben, erst mal reparieren der defekten Datenstruktur mit Windowsmitteln, dann ein normales Drüberkopieren versuchen. Schlimmstenfalls kann man die Original-SD-Karte neu formatieren (FAT32) und das Backup wieder draufkopieren. Ich habe das noch nicht gemacht, ich gehe aber davon aus, dass es funktionieren würde da die Hardware-ID der Karte dabei ja nicht verändert wird - dennoch nur im Notfall ausführen. Ist die Micro-SD-Karte natürlich physisch defekt dann hilft nichts mehr, denn die Kartendatei ist ja nur im Zusammenhang mit der Original-Micro-SD-Karte lauffähig da sie an die Hardware-ID der SD-Karte gebunden ist. Das sollte aber nicht so schnell passieren.


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Splitten der Karten


Zur Installation in Mapsource / Basecamp auf dem PC müssen die img-Karten-Container in die einzelnen Kartenkacheln „gesplittet“ werden. Dazu das GMapTool benutzen. Ist die img-Datei mit Sperrcode versehen, ist auch die gesplittete Karte gesperrt und muss entsperrt werden (weiter unten). Wurde der Sperrcode entfernt (das ist illegal) dann ist auch die gesplittete Karte nicht gesperrt und kann überall beliebig bearbeitet, kopiert (auch in Teilen) und auf jedem GPS-Gerät genutzt werden.



(Quelle: Originalseite http://www.gmaptool.eu/en/content/gmaptool License: "This work is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0) License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode or send a letter to Creative Commons, 171 2nd Street, Suite 300, San Francisco, California, 94105, USA")



Ich habe übrigens dem polnischen Programmierer 50 Euro überwiesen für seine Arbeit - das versteht sich von selbst!

Ich biete die nötigen Programme zum Installieren als zip-Datei zum
Download an. (Die zip-Datei ist gecheckt und virenfrei). Den Ordner GMapTool in der GMapTool.zip in irgendein Verzeichnis auf der Festplatte entpacken/kopieren (z.B. C:\Programme\GMapTool).


Darin die Datei GMapTool.exe ausführen.

a.) Bei der ersten Ausführung: Optionen wählen und es wie folgt einstellen



Hinter Pfad zu cGPSmapper diese Datei (cGPSmapper.exe) im Verzeichnis \GMapTool wählen wo auch immer du das Verzeichnis hin kopiert hast.

b.) Dann Datei/Datei zufügen und im Auswahlfeld die Datei "Eigene_Karte.img" oder wie auch immer die Kartendatei benannt ist, suchen und mit OK bestätigen.

c.) Dann Zerlegen/Verzeichnis wählen und zum Zielverzeichnis navigieren das bereits angelegt sein, und sinnvollerweise den Kartennamen tragen sollte. Häkchen bei „kompiliere Übersichtskarte“ setzen, einen beliebigen Kartensatznamen eingeben (dieser erscheint später in Mapsource/Basecamp)

d.) Bei einer Topo-Karte auf „Zerlege alle Karten“ klicken,

e.) bei einer CN (City Navigator-Straßenkarte) muss vorher Häkchen bei „Setze Karten FID“ gesetzt und bei „FID“ 378, bei „PID“ 1 eingetragen sein. Dann auf „Zerlege alle Karten“ klicken. Ausführlichere Beschreibung aller Funktionen im Ordner als GMapTool_de.html

f.) Installieren der Karten in Mapsource/Basecamp: Einfach im Ziel-Verzeichnis die install.bat doppelt anklicken – Das war’s! (Sollte es aus irgendeinem Grund eine Fehlermeldung wie "Zugriff verweigert" geben, dann musst du die install.bat mit Administratorrechten ausführen. Dazu Rechtsklick auf install.bat und "als Administrator ausführen" wählen.

Zum Deinstallieren uninstall.bat anklicken und den Ordner mit den Kartendaten manuell löschen.

Einen kleinen Nachteil hat die so auf dem PC installierte Karte noch:

Die Suche nach Orten und Adressen funktioniert auf dem PC nicht, weil der Suchindex von Gmaptool noch nicht extrahiert werden kann. Das Suchen ist aber eh nicht die wichtigste Funktion einer Topo Karte, und diese Funktion ist auf den Geräten sowieso besser implementiert als in Mapsource.

Rechtliche Situation

Ist die Karte vorher entsperrt worden (Kartenlock entfernt), dann ist sie jetzt auf dem Computer und auf jedem kompatiblen GPS-Gerät  lauffähig. Das ist illegal! Bei Karten und Geräten ab Erscheinungsjahr ca. 2015 und funktioniert auch das nicht mehr da die Karte nur noch mit eingelegter Original Micro-SD-Karte angezeigt wird. Bei Karten und Geräte vor 2015 funktioniert es jedoch. Bei Karten vor 2015 und Geräten nach 2015 funktioniert es auch.

Ist die Karte noch gesperrt dann ist sie auf keinem GPS-Gerät lauffähig (Anzeige nur in Verbindung mit der Original Micro-SD-Karte) und auf dem Computer muss sie freigeschaltet werden. Das ist legal denn es wird ja keine Sperre umgangen/entfernt.

Das Freischalten (Importieren des unlock-Codes) auf dem Computer geht folgendermaßen: In Basecamp - „Menu Karten/Kartenprodukte verwalten/Registerkarte „Regionen freischalten“ / Importieren: Dann geht ein Fenster auf in dem man die im Kartenleser befindliche Original-SD-Karte und den Ordner Garmin anwählt, dann neben der Auswahlliste Dateinamen „Codedateien zum Freischalten *.gma“ wählen. Dann sieht man eine Datei mit vielstelliger Nummer etwa 123456789012345.gma. Diese doppelt anklicken und damit importieren. Das muss nur einmal gemacht werden, danach ist die Karte auf dem Computer freigeschaltet und kann auch ohne die SD-Karte angezeigt werden. Eine Übertragung von Teilen oder der gesamten der Karte auf ein GPS-Gerät führt jedoch nicht zum Erfolg, da das GPS-Gerät diese Karte nicht anzeigen wird. Dazu müsste vor dem Splitten der Lock entfernt worden sein. Das ist illegal!

Legal ist dagegen, die Nutzung einer teuer gekauften Karte so einzuschränken, dass man sie eigentlich nicht mehr praktikabel nutzen kann! Wenn ich mit einer der neuen Micro-SD-Karten im GPS-Gerät im Grenzbereich von 2 Ländern unterwegs bin, dann darf ich das winzige unbeschriftete Ding bei jedem Grenzübertritt unter den Batterien hervorklauben und gegen die nächste Micro-SD-Karte tauschen – und das auch im Winter bei minus 10 Grad oder im Regen - und hoffen, dass sie mir nicht auf den Waldboden fällt, denn das wäre es dann gewesen mit der gekauften Karte, denn Sicherungsbackups funktionieren ja nicht da die Original-SD-Karten-ID fehlt.

Entsperren der Karten (illegal)

Ich habe darüber gelesen es jedoch noch nicht ausprobiert da ich keinen Bedarf daran habe. Ich habe noch von allen Regionen installierbare Karten mit Freischaltcode und nur ein GPS-Gerät. Außerdem nutze ich auch die kostenlosen und ungesperrten OSM-Topokarten.

Wer es dennoch versuchen möchte macht sich strafbar! Es gibt im Internet diverse Portale in denen man Tools finden kann die eine Garmin-Karte entsperren können. So bringt die Suche nach „GarminUnlocker" oder "Garmin IMAGE unlocker Alternative“ einige Ergebnisse – aber das tun wir nicht denn das ist illegal! Die entsperrte Karte hat die gleichen Funktionen wie die gesperrte. Im Ganzen ins Gerät gesetzt bringt das Entsperren gar nichts, denn alles ist gleich, die Kartensuche funktioniert genau wie Autorouting. Lediglich ein Backup der Karte ist dann auch wirklich eines denn man kann es nutzen auch wenn die Original-SD-Karte weg ist, allerdings nur bei Geräten vor Baujahr 2015.

Installiert man sie jedoch auf dem PC, dann sollte sie von dort in Teilen auf's GPS-Gerät gespielt und angezeigt werden können. Autorouting sollte einwandfrei funktionieren, lediglich die Suche nach Orten und POIs der Karte ist dann nicht möglich. Vielleicht sollte Garmin hier mal seine Politik überdenken und es wieder ermöglichen Karten auf dem PC zu installieren. Was soll solch eine rigide Lizenzpolitik die nur Kunden vergrault. Ich denke, da ist der Schaden durch unzufriedene Kunden größer als der Nutzen, eine illegale Verteilung der Karten zu verhindern, denn das gelingt sowieso nicht. Man schaue sich nur die vielen angeblich gebrauchten Original-Garminkarten für 39 Euro o.ä. bei den diversen Online-Shop-Portalen an! Die sind nicht alle Original und unverändert. Allerdings VORSICHT vor diesen vermeintlichen gebrauchten Originalkarten. Die funktionieren teilweise nur in älteren Geräten weil sie eben nicht auf ORIGINAL Micro-SD-Karten geliefert werden!

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Übertragen von Kartenauschnitten auf's Gerät

Wie ich oben schon ausgeführt habe, ist das bei gesperrten Garmin-Karten zwar möglich, führt aber nicht zum (Anzeige-)  Erfolg es sei denn die Karte vor 2015 ist auf das betreffende Gerät registriert. Jedoch ist es möglich bei OSM-Karten und anderen freien und eben bei älteren Garmin-Karten. (das ist leider alles etwas verwirrend, ich weiß, aber das ist wohl Taktik von Garmin!)

Das Installieren von OSM-Karten auf dem PC funktioniert übrigens ebenfalls mit dem GMapTool. Man lädt ja z.B. von wanderreitkarte.de, eigentlich eine gmapsupp.img des gewünschten Gebietes herunter. Die Routine des GMapTool ist dann in die Karten-Installationsdatei (setup.exe) integriert, ebenso wie die der cGPSmapper.exe. Wichtig bei einem Update der OSM-Karte ist, dass man vor der Installation der neuen Karte, die Dateien der alten Karte in Mapsource deinstalliert (uninstall.bat) und löscht und danach erst die neue Karte entpackt und installieren lässt. Da bei jedem Neukompilieren der Kartenkacheln eine andere Reihenfolge erzeugt wird, würde die Anzeige in Mapsource ohne vorangegangene Deinstallation nur eine unsinnige Anzeige ergeben.

Benutzt man gleichzeitig eine Original-Garminkarte und OSM-Karten dann kann man die gesperrte Karte (Garmin Micro-SD) in den Kartenslot des GPS-Gerätes einlegen und eine oder mehrere ungesperrte Kartenausschnitte in den internen Speicher des GPS-Gerätes kopieren. Bei meinem Etrex 30 sind da etwa noch 1,7GB frei - das ist nicht viel - , eines der neueren Etrex 30x/35 hat schon 3,7GB oder andere neuere Garmin-Geräte haben evtl. noch mehr freien Platz im internen Speicher. Eine OSM-Topo-Karte von ganz Deutschland liegt im Momentbeispielsweise bei etwa 2,6 GB.

Das Erstellen von Kartencontainern, die auch Teile mehrerer Kartenprodukte enthalten können, geht folgendermaßen:



Die Programme die man dazu braucht sind gratis:

  • Mapsource: Download von der Garminseite unter Mapsource oder hier von meiner Seite. Mapsource ist seit 2010 nicht mehr weiter entwickelt worden läuft aber auch unter Windows 10.
  • Basecamp, die aktuelle Version hier: Download



  • In Mapsource wählt man die Kartenkacheln (gelbes Rechteck) mit dem Kartentool (Pfeil) durch Anklicken oder durch das Aufziehen eines Auswahlrechteckes aus und überträgt sie dann mit dem „An Gerät senden“ (Symbol, auf dem Screenshot oben links neben dem Kartentool) auf das GPS-Gerät bzw. eine angeschlossene SD-Karte/Kartenleser/USB-Stick. Sind die Symbole nicht sichtbar, dann findet man die Funktion in Ansicht/Symbolleiste einblenden/Extras, sowie Ansicht/Symbolleiste einblenden/Übertragen - und dann jeweils ein Häkchen setzen.

    In Basecamp erreicht man die Funktion nur über das angeschlossene Gerät bzw. eine Speicherkarte im Kartenleser/USB-Stick. Rechtsklick auf Benutzerdaten und „Karten auf … installieren“ wählen. Danach öffnet sich Mapinstall und man kann die Karten auswählen und danach auf das Speichermedium übertragen.

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    Man kann dabei Kacheln aus unterschiedlichen Karten kombinieren - sie dürfen nur nicht gesperrt sein. Ist ein Kartenprodukt gesperrt und man hat keinen unlock-Code, dann kann der gesamte Container nicht angezeigt werden. Beim Übertragen wählt man vorzugsweise eine SD-Karte in einem Kartenleser oder einen USB-Stick (oder das angeschlossene Garmin-GPS-Gerät) aus. Beim Übertragen wird automatisch ein Ordner GARMIN sowie darin eine Containerdatei mit Namen GMAPSUPP.IMG erzeugt. Diese Datei sollte man sofort danach umbenennen damit man erstens den Inhalt schon am Namen erkennen kann und zweitens wegen des oben geschilderten Überschreibproblems. Man spart sich ein erneutes Erzeugen der IMG-Datei wenn man diese auf dem PC speichert. Bei den, zur PC-Installation vorgesehenen, DVD-Versionen wurden auch nocht die unlock-Dateien automatisch übertragen. Infos zur Datenorganisation im GPS-Gerät auf der Seite GPS-Systeme.

    Sinnvollerweise speichert man sich die Mapsource Kartendatei mit den ausgewählten Kacheln als *.gdb-Datei auf dem Rechner unter einem aussagekräftigen Namen. Besonders wenn man mehrere Kartenprodukte miteinander kombiniert hat, ist das doch schon einiges an Arbeit denn man muss die maximale Größer einer Datei von 4GB und die max. mögliche SD-Kartengröße des jeweiligen GPS-Gerätes berücksichtigen und dabei evtl. ein bisschen jonglieren damit es passt. Hat man ein Kartenupdate einer OSM-Karte eingespielt dann müssen diese Kartenkacheln in der Kartendatei (*.gdb) neu zusammengestellt werden da der interne Kachelindex nach dem Update nicht mehr der gleiche ist wie vor dem Update. Daher ist es sinnvoll, nie OSM-Karten und offizielle Garminkarten in einen img-Container zu schreiben.

    Bei den Garmin GPS-Geräten ab 2012 ist das Abspeichern der Kartendateien nicht mehr so dringend, da diese (z.B. das Etrex 30) bereits SD-Karten von 16 GB lesen können. So ist ausreichend Platz um die gesamten Karten einer Region zu installiern und man benötigt keine Misch-IMG-Container mehr.


    Das Abspeichern der Kachelauswahl in eine gdb-Datei geht allerdings nur noch mit Mapsource weswegen ich dieses Programm auch bevorzuge. Man macht sich so verschiedene Zusammenstellungen von Kartenprodukten, die bei Bedarf einfach geöffnet und in eine gmapsupp.img übertragen werden können.


    Als Letztes die *.img-Datei in den Ordner /GARMIN auf dem Gerät (interner Speicher oder externe-Micro-SD-Karte) kopieren. Es geht immer schneller wenn man die Micro-SD-Karte dazu aus dem Gerät nimmt denn die USB-Verbindung über das Gerät ist extrem langsam. In einem SD-Kartenadapter und/oder einem Kartenleser geht es um einiges schneller.

    Lediglich den internen Gerätespeicher kann man so nicht erreichen - da muss man sich einfach gedulden. Aber schon das reine Kopieren geht wesentlich schneller als speichert man die Datei über Basecamp oder Mapsource direkt auf's Gerät. Da können 4 GB schon mal einen halben Tag dauern.

    ergänzende Informationen zu dem Thema auf den Seiten gps-systeme und gpx-tricks

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