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gpx-Datei (alle 6 Tage/Tourdaten bei Tour 13) - Tourverlauf als PDF

Der zweite Tag beginnt mit einem erleichterten Aufatmen am Morgen - blauer Himmel! Wir packen nach dem Frühstück die nassen Sachen auf die nassen Pferde. Nach einem Startfoto (gestern hatte keiner Lust dazu) reiten wir nach Süden, dem GR 559a folgend. Nach etwa 40 Minuten Reitzeit kommen wir an einen Wasserfall - wirklich traumhaft schön. Saut Girard steht auf der Karte - ich denke vor Ort hieß es anders. Wir halten uns eine ganze Weile hier auf, machen viele Fotos - es gibt hier einen Rundweg entlang des l'Hérisson, der soll von Wasserfall zu Wasserfall führen, geht aber leider für uns in die falsche Richtung. Dann reiten wir weiter Richtung l'Abbeye. Unterwegs kreuzt der Reitweg eine Straße und die Markierung führt in den Fluss unter der Straße durch - kaum zu glauben. Wir reiten lieber über die Straße, aber dann von der anderen Seite, die Neugier ist zu groß, versuchen wir die Pferde in den Fluss und unter der Brücke durch zu reiten. Mein kleiner Casanova traut sich tatsächlich als erster durch, geht sogar von den anderen weg - braves Pony. Einmal durch und wieder zurück, dann zu dritt das Ganze nochmal - was ein Spaß (der gemeine Reiter ist doch mit sehr wenig zufrieden zu stellen). Hinter l'Abbeye kommen wir an den Lac de Bonlieu, wirklich ein schöner Ort. Nach dem See reiten wir hinauf über die Bergkette 180m höher. Auf einer Wiese mitten im Wald machen wir Picknickpause.

Später weiter, immer dem GR559 folgend bis er nach links abbiegt und wir der Variante Grp Tour de la Haute Bienne - Ravilloles folgen (was auch immer das ist). Wir reiten überwiegend im Wald durch die hügelige Landschaft bis kurz vor Les Piards, dann quer durch das Tal und auf der anderen Seite hinauf auf ein neue Hügelkette. Dort wählen wir den Weg vorbei an einem Aussichtspunkt Belvédère de Duchet - lohnt sich aber nicht da alles zugewachsen ist. Der Weg ist sehr steil und führt dann auch noch über einen umgestürzten Riesenbaum (bzw. drunter durch). Irgendwann erreichen wir wieder einen besseren Weg und reiten runter in die Ebene in der unsere zweite Station liegt. Le petit Quebec von Mme Ferrari. Was uns da erwartet - wir sind sehr gespannt denn die Hütte ist ein Luxus Appartement mit Jaccousi?

Das was wir finden jedenfalls entspricht nicht ganz unserer Vorstellung weder von Kanada noch von Luxus. Klar das Appartement ist schön, von außen allerdings - na ja. Die Ankunft ist erzählenswert. Wir sehen das Haus unten drin eine Poststelle, daneben eine Bar hinten ein großer offener Lagerraum mit viel Schrott. Das Haus mit einer rostigen Blechfassade verkleidet. Im Garten so etwas wie ein kleiner Pavillon mit Vorhängen, so dass man nicht hineinschauen kann. Die Poststelle/der Laden ist zu, Das Restaurant sieht von außen wie eine Bar aus - ist zu. Am Fenster hängt ein Schild "Je suis en haut (ich bin oben)" . Ok - Gaby öffnet die einzige Tür die nicht abgeschlossen ist und schaut befremdet in einen Flur mit blinkenden blauen Lichterketten auf eine Treppe die oben im Dunkel verschwindet. Das sieht aus wie in Frankfurt im Bahnhofsviertel. Sie traut sich nicht wirklich rauf. Wir laufen außen rum, suchen irgend jemanden - keiner da. Endlich versuche ich mein Glück und geh einfach die Treppe rauf. Oben eine Tür mit Klingel. Ich drücke drauf und ein rotes Licht geht an - Ähm sonst keine Reaktion - ich klingele nochmal und Gaby ruft von unten, dass jemand am Fenster ist - hat also wenigstens funktioniert. Kurz darauf kommt Mme. Ferrari runter, mit grünen Federn im Haar - sie hat offensichtlich oben geschlafen - das Bett ist ungemacht und wir übernehmen es auch so. Mme Ferrari ist sehr nett, zeigt uns alles. Wir hatten bei der Buchung immer nach Kraftfutter gefragt und sie zeigt uns jetzt einen Sack Pellets mit vielleicht 4 kg. Als wir ihr sagen dass wir für 5 Pferde mindestens 20 kg brauchen kann sie es kaum glauben, fährt aber los um einen weiteren Sack zu besorgen. Der Jaccousi ist angeheizt riecht aber sehr merkwürdig - keiner hat Lust sich da rein zu setzen. Alles andere ist ok. Zum Abendessen gehen wir runter in die Bar und setzen uns an einen Tisch, denken noch, "was eine merkwürdige Vorstellung von Luxus-Restaurant" bis Mme. Ferrari kommt und "non non, le restaurant c'est l'autre chambre" sagt. Also ein kleiner Raum hübsch dekoriert, mit vielleicht 4 Tischen. Das Essen sehr fein aber nicht mehr warm - sie macht alles alleine. Wird ständig durch eine Klingel nach draußen gerufen - während des Abends kamen mehrere Männer und Frauen und verschwanden alle in dem kleinen Pavillon im Garten - da wurde sie ständig hin gerufen. Alles sehr mysteriös aber man soll ja fremde Kulturen immer respektieren! 22,3km - 6h42' - 1218HM

Da es für diese Tour sehr viele schöne Bilder gibt habe ich (um die Ladezeiten geringer zu halten) die Seite in mehrere aufgeteilt.


 
bei schönstem Wetter - Aufbruch


 
cascade d'Hérisson - Saut Girard

eine etwas anderer Reitweg
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2 mal hin und zurück

 

 
Lac de Bonlieu

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Füße kühlen

dann geht's weiter auf die Hügelkette 180m höher

 
Picknickpause auf einer Wiese oben auf der Höhe

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ein schöner Galopp

2.Seite
 
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